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Chinesisches Importverbot: Kunststoffrecycler sehen Wirtschaft und Politik gefordert


Ton Emans (Bildquelle:PRE)
29.09.2017 − 

Der Altkunststoffmarkt ist weltweit in schweren Turbulenzen. Das von China angekündigte Importverbot ab 2018 für zahlreiche Kunststoffabfälle führt bereits jetzt zu einer Überversorgung in Europa mit Kunststoffabfällen geringer Qualität. Ton Emans, Präsident des europäischen Kunststoffrecyclerverbands PRE, sieht die Abfallwirtschaft mangels Visionen in den letzten Jahren nun in der „Realität“ angekommen. Politik und Industrie seien gefordert.

Die bislang nach China exportierten Abfälle, die schlecht gesammelt und sortiert seien, könnten nun nicht komplett in der EU aufgenommen werden. Die Abfälle entsprächen nicht den Qualitätsanforderungen der europäischen Recycler, so PRE weiter. Dringend notwendig sei nun, einen echten und nachhaltigen Abfallmarkt in Europa umzusetzen. Vor allem müsse die Qualität verbessert werden.

Zwar sei die EU nicht in der Lage, über Nacht die größeren Mengen zu behandeln. Dennoch müssten Industrie, Politik und Gesellschaft nun dringend eine gemeinsame Lösung schaffen, damit die Recyclingkapazität in Europa erhöht werden kann. Zum einen müsste sofort das Produktdesign für Recycling verbessert werden. Zum anderen seien eine einheitliche Sammlung sowie Investitionen in effiziente Sortierzentren nötig.

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