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China plant Umklassifizierung bestimmter Altmetallsorten von Abfall zu Produkt


Neue chinesische Normen für Recyclingmaterialien
aus Aluminium, Kupfer und Messing.
27.01.2020 − 

Die chinesische Regierung schreitet mit Plänen voran, bestimmte Altmetallsorten neu zu klassifizieren, bevor das Land am Jahresende die Einfuhr von Abfällen verbietet. Die Normungsbehörde der Volksrepublik hat am 31. Dezember drei neue Normen für „Recyclingmaterialien für Aluminiumgusslegierungen“ (GB/T 38472-2019), „Recyclingmaterialien für Kupfer“ (GB/T 38471-2019) und „Recyclingmaterialien für Messing“ (GB/T 38470-2019) veröffentlicht, die am 1. Juli 2020 in Kraft treten sollen. Der volle Text soll in Kürze von der Staatlichen Verwaltung für Marktregulierung veröffentlicht werden.

Die neuen Normen würden es erlauben, dass vorbehandelte Altmaterialien, die Qualitätsanforderungen erfüllen, als Produkte zu importieren statt als Abfall. Mit dieser Bemerkung zitiert die Metallrecyclingsparte des chinesischen NE-Metallverbands CMRA Liu Youbin, den Sprecher des chinesischen Umweltministeriums.

Der US-Recyclingverband ISRI begrüßte die Entwicklung. Die Entscheidung Chinas sei ein „wichtiger Präzedenzfall“, so die Einschätzung von Adina Renee Adler, die Leiterin Internationale Angelegenheiten des Verbands. ISRI werde die chinesische Regierung weiter dazu auffordern, alle recycelbaren Rohstoffe als wertvolle Produkte anzuerkennen und andere Regierungen auf der ganzen Welt dazu aufrufen, dem Beispiel Chinas zu folgen und „anzuerkennen, dass Altmaterial kein Abfall ist, sondern ein notwendiger Bestandteil für die Verwirklichung einer grünen Wirtschaft“, so Adler.

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