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China führt Strafzölle auf US-Abfallimporte ein


(Symbolbild)
09.08.2018 − 

Das chinesische Handelsministerium reagiert auf die jüngsten angekündigten Strafzölle der USA mit eigenen zusätzlichen Einfuhrzöllen. Betroffen sind auch Importe von Altstoffen aus den USA: Stahlschrott und NE-Metallschrotte, Altpapier und Altkunststoffe. Für diese und weitere Güterkategorien soll ein Zusatzzoll von 25 Prozent am 23. August in Kraft treten. Dieser Schritt habe das Potenzial, „das zu zerstören, was vom Altstoffhandel zwischen unseren beiden Ländern noch übrig ist“, so die Einschätzung von Robin Wiener, der Präsidentin des US-Recyclingverbands ISRI, auf Twitter.

Chinesische Sekundärrohstoffabnehmer haben nach Angaben ISRIs „mit Bestürzung“ auf die Ankündigung des Handelsministeriums der Volksrepublik reagiert. „Die Zölle werden zwar nicht für Lieferungen aus anderen Ländern gelten, aber nach unserem Verständnis sind andere Regionen möglicherweise nicht in der Lage, die chinesische Nachfrage vollständig zu befriedigen“, so der US-Verband.

ISRI bedauert, dass „der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China weiter eskaliert, ohne dass es Anzeichen gibt, dass die beiden Regierungen Gespräche über ein Handelsabkommen aufnehmen werden. Diese Zölle werden zweifellos die bereits rückläufigen Altstoffausfuhren aus den USA nach China weiter beeinträchtigen."

Nach Angaben des Verbands wurden 2017 Altstoffe im Wert von 5,6 Mrd US-Dollar nach China exportiert. Im ersten Halbjahr 2018 lag der Wert der Ausfuhren mit 2,2 Mrd Dollar um fast ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Grund sind Einfuhrverbote und höhere Qualitätsanforderungen von chinesischer Seite.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 33/2018 von EUWID Recycling und Entsorgung. Der Text steht bereits jetzt im E-Paper zur Verfügung:

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