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CCS-Projekte bei der Müllverbrennung sind beim EU-Innovationsfonds eine Runde weiter

CCS
Die EU könnte CCS bei zwei skandinavischen
Müllverbrennungsanlagen fördern.
19.04.2021 − 

Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid gilt als eine der wesentlichen Maßnahmen, um die thermische Abfallbehandlung zu dekarbonisieren. In Skandinavien könnten nun gleich zwei Projekte zur Umsetzung von Carbon Capture and Storage (CCS) im Bereich der energetischen Abfallverwertung mit Mitteln des neuen EU-Innovationsfonds gefördert werden, teilte der europäische Verband der Müllverbrennungsanlagen-Hersteller Eswet mit.

Die beiden CCS-Projekte von Fortum Oslo Varme in Norwegen und des Amager-Bakke-Betreibers ARC in Kopenhagen haben es nach eigenen Angaben in die zweite Runde des Auswahlverfahrens geschafft. Ende Juni dürfen die beiden Anlagenbetreiber nun ihre finalen Anträge einreichen.

Bis Ende des Jahres will die Kommission entscheiden, welche Projekte sie mit Millionenbeträgen fördern will. "Dies ist eine fantastische Nachricht für uns und für das Projekt", sagte Jannicke Gerner Bjerkås, CCS-Direktor bei Fortum Oslo Varme. "Sie zeigt, dass die EU in der CCS-Technik eine Möglichkeit sieht, die Treibhausgas-Emissionen bei der Müllverbrennung signifikant zu reduzieren."

EU-Innovationsfonds stellt insgesamt eine Mrd € bereit

Der EU-Innovationsfonds war Ende 2020 gestartet und ist eines der europäischen Finanzierungsinstrumente, um die CO2-Emissionen in Sektoren zu senken, die schwer zu dekarbonisieren sind. Insgesamt stellt der Fonds nach Angaben von Eswet rund eine Mrd € für große und kleine Projekte zur Verfügung. Von den 311 Bewerbungen der ersten Ausschreibungsrunde haben es nur 70 in die zweite Runde geschafft.

Einen ausführlichen Artikel über die beiden CCS-Projekte lesen Sie in Ausgabe 16/2021 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits ab Dienstag als E-Paper zur Verfügung:

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