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Aurubis darf Metallo ohne Auflagen übernehmen


Laut EU-Kommission gibt es ausreichend
alternative Ankäufer für Kupferschrott.
04.05.2020 − 

Die Hängepartie um den Aurubis-Metallo-Deal ist beendet. Die EU-Kommission erteilte am Montag die Freigabe für die vor gut einem Jahr vom Hamburger Kupferrecycler Aurubis beantragte Übernahme des belgisch-spanischen Konkurrenten Metallo. Nach eingehender Prüfung kam die von EU-Vizepräsidentin Margarethe Vestager verantwortete Generaldirektion für Wettbewerb zu dem Ergebnis, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum als Ganzes noch in einem wesentlichen Teil dessen nachteilig beeinflussen wird. Bedingungen für die Freigabe der Übernahme wurden nicht gestellt.

Aurubis ist der größte integrierte Kupferproduzent in Europa und die größte Raffinerie von Altkupfer weltweit. Auch die mehrheitlich von der Investmentfirma Towerbrook Capital Partners gehaltene Metallo Holdings verfügt mit ihren Produktionsbetrieben im belgischen Beerse und in der baskischen Stadt Berango über große Raffinierkapazitäten für Altkupfer, so dass beide Unternehmen als wichtige Ankäufer von Kupferschrott aus industrieller Produktion sowie aus End-of-Life-Produkten fungieren, erläutert die Kommission. Deshalb gab es bei der Behörde zunächst Bedenken, das fusionierte Unternehmen könnte beim Schrotteinkauf eine marktbeherrschende Stellung einnehmen und die Funktionsfähigkeit der Kupferrecyclingbranche beeinträchtigen.

Die vertiefte Prüfung ergab jedoch keine erhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigung, teilte die Kommission jetzt mit. Es gebe sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU eine große Anzahl alternativer Käufer von Altkupfer, die Druck auf das fusionierte Unternehmen ausüben werden.

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