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Aufnahme von Kunststoffabfällen in Basler Übereinkommen auf der Agenda

Wird der Handel mit Kunststoffabfällen bald notifizierungs- und genehmigungspflichtig?
Wird der Handel mit Kunststoffabfällen bald
notifizierungs- und genehmigungspflichtig?
04.09.2018 − 

Die offene Arbeitsgruppe des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle tagt seit Montag in Genf. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Vorschlag Norwegens, feste Kunststoffabfälle in den Anwendungsbereich des Übereinkommens aufzunehmen.

Die Aufnahme in das Basler Übereinkommen hätte erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Handel mit Kunststoffabfällen. Im- und Export wären notifizierungs- und genehmigungspflichtig, der Handel mit Nichtmitgliedern der Konvention wäre nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich, befürchtet der US-Recyclingverband ISRI (Institute of Scrap Recycling Industries). Weltweit wurden im vergangenen Jahr ISRI zufolge etwa 8,9 Mio Tonnen mit einem Wert von 4,3 Mrd Dollar CIF (Cost, Insurance and Freight) international gehandelt.

Norwegen argumentiert, dass viele Kunststoffabfallströme zwar ungefährlich seien, aber besonderer Betrachtung bedürften. Nicht umweltgerecht behandelte Kunststoffabfälle könnten zu Meeresverschmutzung führen. Das Recycling von Kunststoffabfällen erfordere hohe Kompetenz und hohes Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt. "Es ist eine Herausforderung für die Hersteller von recyceltem Kunststoffmaterial sicherzustellen, dass das Material hochwertig und nichttoxisch ist".

Außerdem könnten Kunststoffabfälle persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten. Die umweltgerechte Behandlung von Kunststoffabfällen werde auch dazu beitragen, die Ziele des Stockholmer Übereinkommens über POP zu erreichen, argumentiert Norwegen.

Den kompletten Bericht dazu lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 36/2018. Der Text steht zudem bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

 

 

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