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8,4 Mio Tonnen Plastikmüll durch Corona-Pandemie

Maske im Mülleimer
8,4 Mio Tonnen Plastikmüll hat die Corona-
Pandemie bisher verursacht.
09.11.2021 − 

Die Corona-Pandemie hat bis August 2021 etwa 8,4 Mio Tonnen Plastikmüll weltweit in insgesamt 193 Staaten verursacht. So lauten die Schätzungen von Forschern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, deren Ergebnisse nun im Proceedings of the National Academy of the United States of America (PNAS) Anfang Oktober veröffentlicht wurden. Das sind fast drei Prozent des gesamten Plastikmüllaufkommens auf der Erde. Dieses liegt laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen bei rund 300 Mio Tonnen.

Das Wissenschaftlerteam um Yiming Peng und Peipei Wu geht davon aus, dass über 87 Prozent des Corona-Plastikmülls in Krankenhäusern verursacht wurde. Lediglich 7,6 Prozent seien auf Masken und Schutzausrüstung zurückzuführen. Die restlichen fast fünf Prozent entfallen auf Verpackungen aus dem in der Pandemie boomenden Online-Handel.

Allein in Deutschland wurden laut Tagesschau über 1,1 Mrd Masken bis Anfang Juli produziert. Davon waren 750 Mio medizinische und 290 Mio FFP2-Masken.

Kunststoffabfälle schaden dem Leben im Meer und sind zu einem großen globalen Umweltproblem geworden, stellen die Forscher klar. Die Corona-Pandemie habe zu einer erhöhten Nachfrage nach Einwegplastik geführt, was den Druck auf dieses bereits außer Kontrolle geratene Problem noch verstärkt habe.

Bisher seien bereits 25.000 Tonnen des Corona-Mülls in die Weltmeere gelangt. Besonders für Entwicklungsländer fordern die Wissenschaftler daher einen besseren Umgang mit medizinischen Abfallaufkommen. (dpa / eigener Bericht)

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