Ein Viertel der in Europa benötigten Batteriemetalle könnte ab 2030 aus dem Recycling stammen

T&E fordert: Ausbau der Verwertungskapazitäten forcieren

Das Recycling von Batterien könnte ab 2030 bis zu ein Viertel der Rohstoffe liefern, die für die europäische E-Fahrzeug-Produktion benötigt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Umweltschutzvereinigung Transport & Environment (T&E), die sich mit ihren Mitgliedsorganisationen aus 24 Ländern für nachhaltigen Verkehr einsetzt. Trotz des enormen Potenzials für die Wirtschaft und zur Verringerung der Importabhängigkeit laufen die EU und das Vereinigte Königreich jedoch Gefahr, den Anschluss zu verlieren: Fast die Hälfte der angekündigten Recyclingprojekte stehen „auf der Kippe“ oder wurden bereits auf Eis gelegt. „Ohne entschlossene politische Unterstützung droht das Batterierecycling zur nächsten verpassten Chance für den Automobilstandort Europa zu werden“, warnt Sebastian Bock, Geschäftsführer von T&E Deutschland. Mangelnde Fördermaßnahmen und hohe Energie- und Arbeitskosten werden im Report als Hauptgründe genannt, weshalb der Wettbewerb mit asiatischen Unternehmen immer schwieriger wird.

Laut Schätzungen von T&E wird die Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge und Energiespeichersysteme in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts etwa 970 GWh erreichen und bis 2040 auf fast zwei TWh anwachsen. Parallel dazu sei ab 2030 auch eine deutliche Beschleunigung des Zustroms von End-of-Life-Batterien zu erwarten: Demzufolge stehen 2035 etwa 170 GWh ausgediente Batterien als Rohstoffquelle zur Verfügung, bis 2040 könnte die Menge auf 470 GWh steigen.

Auf Basis dieser Entwicklungen verdeutlicht die Untersuchung, dass das Recycling gebrauchter Batteriezellen und Produktionsabfälle bereits im Jahr 2030 einen erheblichen Beitrag zur Versorgung Europas mit kritischen Materialien leisten könnte: Etwa 14 Prozent des benötigten Lithiums, 16 Prozent des Nickels, 17 Prozent des Mangans und 25 Prozent des Kobalts könnten aus Recyclingprozessen stammen.

Weitere Details zum erforderlichen Ausbau der Recyclingkapazitäten, zur Rolle verschiedener Batteriechemien, Europas Kosten-Nachteil gegenüber China und was T&E zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen empfiehlt, lesen Abonnenten unseres Premium-Angebots hier...

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -