Das unter anderem auf die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm spezialisierte Unternehmen Easymining hat weitere Details zur geplanten Ash2Phos-Anlage in Helsingborg bekannt gegeben. Die Inbetriebnahme sei für 2028 geplant, teilte das zur schwedischen Ragn-Sells-Gruppe gehörende Unternehmen mit. Dann werde die Anlage jährlich 30.000 Tonnen Klärschlammasche verarbeiten können.
Der südschwedische Standort werde die erste Anlage in Schkopau in Sachsen-Anhalt ergänzen, die 2027 in Betrieb gehen soll und ebenfalls über eine Jahreskapazität von 30.000 Tonnen Klärschlammasche verfügen wird. Dadurch verdopple sich die Ash2Phos-Kapazität in Europa, erklärte das Unternehmen.
Die von Easymining entwickelte Ash2Phos-Technologie gewinnt über 90 Prozent des Phosphors aus der verbrannten Klärschlammasche zurück. Der recycelte Phosphor, der als Kalziumphosphat hergestellt wird, kann Unternehmensangaben zufolge neuen Phosphor in der Landwirtschaft ersetzen und so die Abhängigkeit Europas von Importen aus Ländern wie Russland und Marokko verringern.
„Unsere Technologie dient nicht nur der Rückgewinnung von Phosphor, sondern erzeugt auch kommerzielle Nebenprodukte wie Eisenchlorid und Natriumaluminat“, sagte Jan Svärd, CEO von Easymining. Bereits im Herbst hatte das Unternehmen berichtet, dass mittels eines Add-on-Verfahrens für die Ash2Phos-Technologie über 85 Prozent des Eisens in der Klärschlammasche zurückgewonnen werden können.
Das Projekt in Helsingborg wurde von Klimatklivet, Schwedens staatlicher Initiative für Klimainvestitionen, mit 51 Mio Schwedischen Kronen (rund 4,4 Mio €) gefördert. „Die zusätzliche Kapazität in Schweden wird Norddeutschland unterstützen und gleichzeitig eine effiziente Verarbeitung der steigenden Aschemengen gewährleisten“, sagte Christian Kabbe, Geschäftsführer der Phosphorgewinnung Schkopau GmbH und von Easymining Germany.




