Dänemark: Brauereien fordern Ausnahme von EU-Mehrwegvorgaben nach Ökobilanz

In Dänemark kritisieren Handel und Brauereien die Mehrwegvorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) für Getränkeverpackungen. Nach Angaben von Dansk Retursystem zeigt eine vom Teknologisk Institut erstellte Ökobilanz-Analyse, dass sich im dänischen System kein eindeutiger Klimavorteil von wiederbefüllbaren Getränkeverpackungen gegenüber Einwegverpackungen mit Recycling feststellen lässt.

Die Analyse wurde vom dänischen Pfand- und Rücknahmesystembetreiber Dansk Retursystem in Auftrag gegeben. Sie zeigt zugleich, dass die Klimawirkung der untersuchten Verpackungen stark vom jeweiligen System und der Nutzung abhängt.

Vor diesem Hintergrund sprechen sich die Branchenorganisation der dänischen Brauereien und Getränkeabfüller, Bryggeriforeningen, sowie Vertreter des Einzelhandels für Ausnahmen von den Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung aus. „Wenn keine tatsächlichen Umwelt- und Klimavorteile zu erzielen sind, steht die Vorgabe für mehr wiederverwendbare Flaschen in keinem angemessenen Verhältnis zu den erheblichen Kosten, die den Brauereien entstehen und letztlich von den Verbrauchern in Form höherer Getränkepreise getragen werden müssen. Deshalb sollten die Politiker im dänischen Parlament und eine neue Regierung die EU-Kommission um eine Ausnahme bitten, damit Getränkeverpackungen, die im dänischen Pfand- und Rücknahmesystem erfasst sind, von der Mehrwegvorgabe ausgenommen werden“, sagt Kasper Qvant Schmidt, Vertreter der Bryggeriforeningen....

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -