Umweltschützer werfen Coca-Cola mangelnden Einsatz für Mehrwegverpackungen vor. Die Organisation Oceana reagierte auf aktuelle Berichte des Konzerns, wonach der Anteil von Getränken in wiederverwendbaren Verpackungen im Jahr 2023 bei nur 14 Prozent lag – ein Wert, der sich gegenüber 2022 nicht verbessert hat. Bereits im Jahr 2021 hatte Coca-Cola angekündigt, den Anteil bis 2030 auf 25 Prozent zu steigern, doch seitdem sind die Zahlen rückläufig: Von 16 Prozent im Jahr 2020 fiel der Wert auf 14 Prozent im Jahr 2022 und verharrt seither auf diesem niedrigen Niveau.
Angesichts dieses geringen Fortschritts fordert Oceana, dass Coca-Cola endlich einen klaren Plan vorlegt, wie das angestrebte Ziel bis 2030 erreicht werden soll. Die Organisation verweist auch auf die Probleme bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, wo Coca-Cola erstmals Getränke in großem Umfang in Mehrwegbechern anbot. Doch aufgrund betrieblicher Entscheidungen wurden dennoch Millionen von Getränken aus Einwegplastikflaschen in die Becher umgefüllt, was für erhebliche Kritik sorgte.
„Die neuesten Umweltberichte von Coca-Cola zeigen, dass das Unternehmen nicht auf dem richtigen Weg ist, sein Ziel zu erreichen – eine alarmierende Nachricht für die Ozeane", betont Matt Littlejohn, Senior Vice President von Oceana. „Es ist Zeit, dass das Unternehmen seinen Investoren und Kunden erklärt, wie es das Ziel von 25 Prozent Mehrweg bis 2030 erreichen will. Mehr Mehrwegverpackungen bedeuten weniger Einwegplastik, und die Ozeane können es sich nicht leisten, dass der weltweit größte Plastikverschmutzer dieses Versprechen bricht."
Oceana schätzt, dass Coca-Cola durch das Erreichen des 25-Prozent-Ziels die Produktion von über 100 Milliarden Einweg-Plastikflaschen vermeiden könnte, wodurch zwischen 8,5 und 14,7 Milliarden Plastikbehälter weniger in die Ozeane gelangen würden.
Der Bericht zeigt zudem, dass fast alle großen Abfüller von Coca-Cola, die nahezu die Hälfte des weltweiten Volumens ausmachen, ihren Anteil an Mehrwegverpackungen im Jahr 2023 unter den Werten von 2022 hielten. Keiner der fünf größten Abfüller habe bisher eine ambitionierte Verpflichtung zur Steigerung des Mehrweganteils abgegeben. Die beiden größten Abfüller, Arca Continental und Coca-Cola FEMSA, hätten ihre Ziele sogar nach unten korrigiert....




