Circular Plastics Alliance der EU reaktiviert

Die Europäische Kommission hat wie im Dezember angekündigt die Allianz für kreislauforientierte Kunststoffe wieder aktiviert. Im Lenkungsausschuss der Circular Plastics Alliance sind eigenen Angaben zufolge die Föderation der Europäischen Entsorgungswirtschaft (FEAD) und der europäische Kunststoffrecyclerverband PRE (Plastics Recyclers Europe) vertreten. Das Sekretariat ist bei der EU-Kommission angesiedelt.

Die Allianz werde ihre Aktivitäten mit drei neuen Arbeitsgruppen wieder aufnehmen, berichtete FEAD. Deren Aufgabe sei es, die Herausforderungen für die Kunststoffwirtschaft in der EU zu analysieren, Prioritäten für handelspolitische Untersuchungen festzulegen und die Marktüberwachung zu stärken. Zu den angestrebten konkreten Ergebnissen gehören dem Dachverband zufolge die Priorisierung von Maßnahmen zur Förderung der Marktnachfrage sowie die Entwicklung von Schulungen für Zoll- und Marktüberwachungsbehörden.

Ein weiterer Aktivitätsbereich ist die Entwicklung separater Zollcodes für recycelte Polymere. Die entsprechende Arbeitsgruppe wird von PRE als Mitglied des Lenkungsausschusses geleitet, wie der Verband berichtet. Ziel sei eine korrekte Identifizierung von Recyclingkunststoffen.

Die EU-Kommission hatte im Dezember bei der Vorstellung ihres Winterpakets mit Pilotmaßnahmen für die Kunststoffrecyclingwirtschaft mitgeteilt, dass die 2019 gegründete Circular Plastics Alliance wiederbelebt und zu einer „strukturierten und inklusiven Plattform für die Zusammenarbeit entlang der gesamten Kunststoffwertschöpfungskette“ entwickelt werde. Interessenträger aus der Industrie und Vertreter der Mitgliedstaaten und der Kommission sollten dort „gemeinsame Prioritäten ermitteln und die wichtigsten Herausforderungen angehen können, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit und Kreislauffähigkeit des europäischen Kunststoffsektors auswirken“, so damalige Ankündigung.

Die Allianz war 2018 ins Leben gerufen worden mit dem Ziel, die Umsetzung einer freiwilligen Selbstverpflichtung im Zuge der EU-Kunststoffstrategie zu begleiten. Sie zielte darauf ab, den Einsatz von Recyclingkunststoffen in der Herstellung neuer Produkte in der EU bis 2025 auf zehn Mio. Tonnen jährlich zu steigern.

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