Der Batteriekonzern CATL und die Ellen MacArthur Foundation habe eine strategische Zusammenarbeit bekanntgegeben, um die Kreislaufwirtschaft in der Batteriebranche zu beschleunigen. Indem die Partner ihre Führungsrollen kombinieren – der chinesische Konzern im Bereich der Energiespeicher-Technologien und die Stiftung mit ihrem international einflussreichen Netzwerk –, sei man gut positioniert, um echte zirkuläre Strukturen zu etablieren. „Dabei geht es nicht nur um Umweltverantwortung, sondern auch darum, Innovationen vorwärts zu bringen und ein System zu schaffen, das der Industrie und den Gemeinschaften weltweit zugutekommt“, erklärte Sandy Song, Global Lead for Circular Economy bei CATL.
Die Branche habe zwar seit langem erkannt, dass es notwendig sei, das traditionelle lineare Wirtschaftsmodell zu überwinden, allerdings sei die praktische Umsetzung unter realen Bedingungen komplex. Das rasante Wachstum der erneuerbaren Energien und der Elektrifizierung biete jedoch zugleich auch „eine einzigartige Chance, zirkuläre Wertschöpfungsketten von Grund auf aufzubauen“, sagte Joe Murphy, Executive Lead des Business-Netzwerks bei der Ellen MacArthur Foundation. Hier könne CATL mit seinem Know-how eine Schlüsselposition besetzen. Die Kooperation ziele darauf ab, Ansätze zu finden, um die gesamte Batterieindustrie nachhaltig zu transformieren. Dafür sollen branchenübergreifend weitere Partner gefunden und gemeinsam konkrete Maßnahmen entwickelt werden.
Der chinesische Batterieriese verfolgt eigenen Angaben zufolge eine Strategie hin zur CO₂-Neutralität, um die Nutzung wiederverwendbarer und erneuerbarer Materialien zu priorisieren. 2024 habe CATL etwa 130.000 Tonnen Altbatterien recycelt und 17.000 Tonnen Lithiumsalze hergestellt. „Wir haben auch die weltweit erste großtechnische Industrialisierung des LFP-Batterierecyclings mit einer Kapazität von 270.000 Tonnen Altbatterien erreicht. In Zukunft wird sich diese Kapazität auf eine Mio Tonnen erhöhen“, erklärte CEO, Chairman und Firmengründer Robin Zeng im September letzten Jahres bei einer Konferenz. „Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2042 die Hälfte der weltweit produzierten Batterien aus recyceltem Lithium und die andere Hälfte aus dem Abbau neuer Mineralien hergestellt wird, um den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.“
Zuletzt hieß es wie berichtet im November, dass CATL den strategischen Aufbau von Recycling-Aktivitäten in Europa prüfe und mit verschiedenen Regierungen über mögliche Standorte im Gespräch sei. Außerdem befindet sich derzeit in Ungarn eine Zellfabrik im Aufbau, die 2025 in Betrieb gehen soll: mit einer Jahreskapazität von 40 GWh und perspektivischer Erweiterung auf 100 GWh, womit sich mehr als eine halbe Mio E-Fahrzeuge versorgen ließen. Bereits 2022 hatte im thüringischen Arnstadt das erste europäische Werk des chinesischen Batterie-Giganten eröffnet.




