
Das französische Biorecycling-Unternehmen Carbios und Selenis, ein Hersteller von Spezial-Polyester, wollen bei der Herstellung von hochwertigem PET-G aus Plastikabfällen zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde diese Woche unterzeichnet. Die PET-Abfälle sollen im Rahmen der Kooperation zunächst den Biorecyclingprozess von Carbios durchlaufen. Die dabei entstehenden PTA- und MEG-Monomere werden dann von Selenis als Eingangsmaterial für die Polymerisation verwendet.
Das so produzierte rPET-G soll dieselben Eigenschaften wie Primär-Copolymere haben und könnte daher für Verpackungsanwendungen der Kosmetik- und Gesundheitsbranche in Europa und den USA verwendet werden, gaben die beiden Unternehmen bekannt.
Carbios und Selenis arbeiten bereits seit zwei Jahren zusammen. Während dieser Zeit seien ausführliche Pilottests und industrielle Polymerisationsversuche durchgeführt worden. Hierdurch konnte die Qualität des Endprodukts optimiert werden, erklären die beiden Unternehmen. Das Resultat seien hochspezialisierte PET-G-Qualitäten aus dem Biorecycling, die den strengen Anforderungen der Kosmetik- und Gesundheitsbranche entsprechen, beides Märkte, in denen Selenis über eine starke Präsenz verfügt.
Die Partnerschaft öffne neue Märkte für Carbios, insbesondere im Gesundheitsbereich, berichtet CEO Emmanuel Ladent. PET-G lässt sich sterilisieren und würde auch aufgrund seiner Transparenz und Farbbrillanz häufig für die Verpackung von medizinischen Apparaturen, pharmazeutischen Blistern oder sonstigen Behältnissen für Diagnosegeräte genutzt.
Für Selenis ist die Zusammenarbeit „ein wichtiger Meilenstein unserer Mission, die Nachhaltigkeit in der Polymerisationsindustrie voranzutreiben“. „Durch die Kombination unserer 65-jährigen Expertise mit der bahnbrechenden Biorecycling-Technologie von Carbios, die hochwertige Monomere für die Produktion von PET-G in der Qualität von Neuware gewährleistet, treiben wir die Entwicklung nachhaltiger Materialien voran, um der wachsenden Nachfrage nach umweltverträglichen Lösungen im Kosmetik- und Gesundheitssektor gerecht zu werden“, sagte Eduardo Santos, Selenis's Head of Corporate Strategy.



