Britischer Entsorger Biffa bestätigt Schließung von Kunststoffrecyclinganlage

Politische Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen gefordert

Das britische Entsorgungsunternehmen Biffa hat die endgültige Schließung seines Kunststoffrecyclingwerks in Washington im Nordosten Englands bestätigt. Als Grund nannte das Unternehmen anhaltende Schwierigkeiten auf den nationalen und internationalen Märkten für Flakes aus HDPE und Polypropylen (PP). Die Anlage war bereits im Juni 2024 stillgelegt und im Februar dieses Jahres endgültig geschlossen worden.

An dem Standort in Washington bereitete Biffa Kunststoffverpackungen wie zum Beispiel Flaschen für Reinigungsmittel und Shampoo sowie Schalen wie Eiscreme- und Margarinebehälter auf, wie das Unternehmen kurz nach der Inbetriebnahme 2022 berichtete. Lebensmittelgeeignete Rezyklate wurden dort nicht hergestellt. Die Verpackungsabfälle gehen jetzt zum Recycling in die verbleibenden Anlagen des Unternehmens.

Die Entscheidung zur Schließung fiel vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen. Hersteller von Primärkunststoffen griffen angesichts niedriger Auslastung und knapper Margen auf eine „sehr aggressive Preispolitik“ zurück, „um Marktanteile zurückzugewinnen“, so Biffa gegenüber EUWID. „Dieses Umfeld ist eine große Herausforderung für Recycler, die mit solchen Niedrigpreisen konkurrieren müssen.“

Das Unternehmen empfiehlt eine Reihe politischer Maßnahmen, um das Umfeld für Recycler im Vereinigten Königreich zu verbessern, darunter auch ein schärferes Vorgehen gegen falsch deklarierte Importe von Neuware, die als Recyclingmaterial ausgegeben würden....

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