Britische Recyclingkapazitäten für Kunststoffverpackungen reichen nicht aus

Weißbuch / Branche fordert stärkere politische Unterstützung

Die Recyclinginfrastruktur für Kunststoffverpackungen im Vereinigten Königreich deckt nur einen Teil des Bedarfs. Nach einem Whitepaper des Compliance-Systems Ecosurety und der Branchenorganisation Recoup können die vorhandenen Anlagen maximal rund 40 Prozent der jährlich auf den Markt gebrachten Kunststoffverpackungen recyclen. Die tatsächlich genutzte Kapazität entspreche sogar nur etwa 23 Prozent dieses Volumens.

Die maximale Verarbeitungskapazität der britischen Recyclinganlagen beträgt laut Bericht rund 875.000 Tonnen pro Jahr, während die tatsächlich genutzte Kapazität bei etwa 500.000 Tonnen liegt.

Dem steht eine deutlich höhere Menge an Kunststoffverpackungen gegenüber, die jährlich im Vereinigten Königreich erstmals in Verkehr gebracht werden. Um sämtliche Verpackungen im Inland recyceln zu können, wäre eine Kapazität von rund 2,18 Mio. Tonnen pro Jahr erforderlich.

Selbst bei vollständiger Auslastung der bestehenden Anlagen bliebe damit ein Defizit von etwa 1,3 Mio. Tonnen. Ohne einen erheblichen Ausbau der Infrastruktur müsste ein Großteil – über 60 Prozent – der Kunststoffverpackungsabfälle weiterhin exportiert werden.

Kapazitätsverluste bei britischen Anlagen

Gleichzeitig hat die Branche zuletzt Kapazitäten verloren. Seit November 2024 seien mehr als 200.000 Tonnen Recyclingkapazität weggefallen. Als Beispiele nennt der Bericht unter anderem stillgelegte oder kapazitätsreduzierte Anlagen des Entsorgers Viridor in Avonmouth und Rochester sowie Anlagen der Unternehmen Biffa, Vanden Recycling und Fiberight....

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