
Im Europoort-Gelände des Rotterdamer Hafens wurde Mitte Juni der erste Pfahl für die geplante chemische Recyclinganlage des Unternehmens Xycle in den Boden gerammt. Die Finanzierung für das Projekt war im März dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht worden. Über das Investitionsvolumen für die Pyrolyseanlage wurden keine Angaben gemacht.
Xycle strebt den Betriebsstart der Anlage für das vierte Quartal 2026 an. Sie soll schwierig zu recycelnde Kunststoffabfälle in einem Niederdruck-Pyrolyseverfahren verwerten und wird zunächst auf eine Kapazität von 21.000 Tonnen jährlich ausgelegt. Eine modulare Gestaltung soll dabei Anpassungen an die Nachfrage nach oben oder unten erleichtern.
Zu den Abnehmern des gewonnenen Pyrolyseöls wird der Chemiekonzern Dow gehören, der auch einer der Gesellschafter von Xycle ist. Der Eigentümerkreis umfasst außerdem die Finanzgruppe ING, die niederländische Wirtschaftsförderungsorganisation Invest NL, den indischen Anlagenbauer Patpert Teknow Systems, den Tanklagerbetreiber Vopak sowie NoWIT (No Waste In Time), einen Ableger des niederländischen Entsorgers AM&P Group.



