
Der Schweizer Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling hat von Juni bis August eine Mitgliederbefragung zum Thema „Brände“ durchgeführt. Die 115 Teilnehmer der Umfrage meldeten dabei für das Jahr 2023 insgesamt 43 Brände mit Feuerwehreinsatz. Im Jahr 2024 fiel die Zahl mit 20 bislang geringer aus. Zusätzlich kam es allerdings in beiden Jahren noch zu einer größeren Zahl von Bränden, die ohne Feuerwehreinsatz gelöscht werden konnten.
Bei den Brandursachen wurden in 84 Fällen Lithium-Ionen-Batterien als Grund angegeben. Rund 80 Brände hatten eine andere Ursache gehabt und in 32 Fällen war diese unbekannt.
Die Unternehmen wurden auch zu technischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen befragt. Zu den am häufigsten eingesetzten technischen Maßnahmen gehörten Handfeuerlöscher, gefolgt von Thermokameras und Rauchabzügen. Ebenfalls häufig eingesetzt wurden Sprinkleranlagen. Im organisatorischen Bereich legen die Umfrageteilnehmer vor allem Wert auf regelmäßige Mitarbeiterschulungen, getrennt gelagerte Abfallarten, systematische Wareneingangskontrollen und Brandschutzübungen.
Die Bedeutung von Mitarbeiterschulungen zeigt sich auch bei der Branderkennung: Die Mehrzahl der Brände wurde laut Umfrage aufgrund der Rauchentwicklung optisch durch Mitarbeiter entdeckt. Brandmelder spielten ebenfalls eine Rolle, allerdings nur eine untergeordnete. In Bezug auf die Entstehung der Brände wurde die Fraktion „Sperrgut/gemischte Abfälle“ mit 60 Bränden als besonders gefährdet identifiziert, gefolgt von E-Schrott mit 25.
Insgesamt seien Brände durchaus ein wichtiges Thema, das die Betriebe beschäftige, heißt es in der Auswertung. Insbesondere die Brände mit Feuerwehreinsatz führen in der Regel zu hohen Kosten. Zudem stellen Brände ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für die Mitarbeitenden.



