Batterien im Abfall: Britischer Entsorger fordert 11.500 Pfund Strafzahlung

Weil sie beim Umzug ausrangiertes Kinderspielzeug mitsamt 23 darin verbliebenen Batterien wegwarf, erlebte eine Frau auf der britischen Insel Guernsey eine teure Überraschung: Das mit der Abfuhr des Müllsacks beauftragte Unternehmen Island Waste stellte ihr zunächst 11.500 Pfund (etwa 13.300 €) in Rechnung. Wie der Nachrichtensender BBC berichtet, verwies der Dienstleister auf eine Vertragsstrafe von 500 Pfund je falsch entsorgter Batterie. Später wurde die Forderung aus Kulanz auf insgesamt 1.000 Pfund reduziert. 

Island Waste begründet die harte Sanktionierung mit dem Brandrisiko durch Batterien in gemischten Abfällen. Die Folgen könnten für Personal, Anlagen, Sachwerte und Umwelt „katastrophal“ sein, erklärte das Unternehmen. Auf der Website werde ausdrücklich darauf hingewiesen, was nicht in den Müll gehört und dass Verstöße gegen die Annahmekriterien mit empfindlichen Strafen geahndet werden können.

Die betroffene Kundin hatte online einen großen Müllsack gebucht. Der Bestellprozess ist so gestaltet, dass man vor Abschluss bestätigen muss, die Abfälle auf unzulässige Gegenstände geprüft zu haben und die Annahmebedingungen zu akzeptieren. Die Kundin hatte diese Erklärung abgegeben und ihren Fehler später auch eingeräumt: Sie habe das Batterieverbot gekannt, es sei ihr jedoch nicht bewusst gewesen, dass sie mit dem Spielzeug zugleich Batterien wegwarf. Die Forderung von 11.500 Pfund bezeichnete sie als „Wucher“ und sprach sich für deutlichere Warnhinweise über die finanziellen Folgen einer solchen Fehlentsorgung aus.  

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