AMP sammelt 91 Mio Dollar für Ausbau KI-gestützter Sortiersysteme

Der amerikanische Technologieanbieter AMP Robotics hat 91 Mio US-Dollar eingeworben, um seine KI-gestützten Sortierlösungen für die Abfall- und Recyclingwirtschaft weiter auszubauen und im großen Maßstab einzusetzen. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde laut Pressemitteilung vom Risikokapitalgeber Congruent Ventures. Außerdem beteiligten sich bestehende und neue Investoren wie Sequoia Capital, Wellington Management, Liberty Mutual Investments und der Pensionsfonds California State Teachers Retirement System. Mit den Mitteln will AMP die Verbreitung seiner vollautomatischen Anlagen vorantreiben, die in der Lage seien, verschiedene Materialströme, insbesondere auch kommunalen Hausmüll, schnell und zuverlässig zu trennen.

„Diese jüngste Finanzierung ermöglicht es uns, größere Projekte in Angriff zu nehmen und echte Ergebnisse für Abfallunternehmen und Kommunen zu erzielen“, sagt Matanya Horowitz, Gründerin von AMP. Denn durch die firmeneigene Technologie ließen sich die Sortierkosten senken, höhere Materialwerte erfassen, organische Abfälle besser umleiten und die Lebensdauer von Deponien verlängern. „Wir sind einzigartig positioniert, um die Abfall- und Recyclinglandschaft in einer entscheidenden Zeit neu zu gestalten“, fügte CEO Tim Stuart hinzu.

Die KI-Software von AMP trainiere sich kontinuierlich selbst, indem sie Materialbilder in Daten umwandle. Durch die Erkennung wiederkehrender Muster und Strukturen von Farben, Texturen, Formen, Größen und Logos könne sie Wertstoffe und Verunreinigungen in Echtzeit identifizieren. Mittlerweile greife die Plattform auf eine Datenbasis von 150 Mrd analysierten Artikeln zurück und habe bereits die Sortierung von mehr als 2,5 Mio Tonnen recycelbaren Abfalls gesteuert.

Laut eigenen Angaben sind drei vollwertige Anlagen und 400 KI-Systeme von AMP in Nordamerika, Asien und Europa im Einsatz. Das Unternehmen sei „ein Beispiel für die realen Auswirkungen von KI“, kommentierte Abe Yokell, Mitbegründer und Managing Partner von Congruent Ventures. Lösungen wie diese seien in der Lage, künftig Milliarden Tonnen recycelbares Material von Mülldeponien fernzuhalten. Zudem können sie die Rückgewinnung von Rohstoffen sicherer und kostengünstiger als je zuvor machen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

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