
Der Verpackungskonzern Amcor bringt sich bei einem Projekt zum Recycling von Verpackungen in Dänemark ein. Das berichtete das Unternehmen diese Woche. Die vom Danish Technological Institute geleitete Innovationspartnerschaft „Circular Recycling Innovation for Sustainable Packaging“ (Crisp) ziele darauf ab, das kreislauffähige Recycling von Lebensmittelverpackungen aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) aus Haushaltsabfällen in den industriellen Maßstab zu überführen. Neben Amcor sind unter anderem die Lebensmittelhersteller Nestlé Nordic und Arla Food, der Plastikrecycler Aage Vestergaard Larsen, die Großsortieranlage „Site Zero“ von Svensk Plaståtervinning sowie die dänische Organisation für Herstellerverantwortung, Vana, beteiligt, heißt es auf der Website des Danish Technological Institute.
Das Projekt solle eine systemische Lösung für lebensmitteltaugliche Verpackungen aus Post-Consumer-Materialien entwickeln und zugleich die dokumentierte Rückverfolgbarkeit von Materialien mit Lebensmittelkontakt im Recyclingkreislauf sicherstellen. Ziel sei der Aufbau eines vollständig zirkulären Marktes für rHDPE- und rPP-Lebensmittelverpackungen.
Amcor will dabei nach eigenen Angaben die Recycling- und Technikkompetenz seines britischen Standorts Leamington Spa sowie Know-how aus der Verpackungsproduktion am Standort Randers in Dänemark einbringen. In Leamington Spa verfüge Amcor über die Kapazität, nahezu 40 Prozent des gesamten in Großbritannien bei der Hausmüllsammlung erfassten PP-Abfalls zu recyceln. Die Anlage war im Zuge der Fusion mit Berry Global in den Konzern integriert worden.
Amcors R&D-Direktor für Nordosteuropa, Christian Bruno, hebt die Bedeutung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit hervor: „Nachhaltige Herausforderungen erfordern Kooperation in der Industrie, und diese Partnerschaft wird zeigen, was möglich ist, wenn die Lieferkette zusammenkommt.“
Das Projekt, das in diesem Jahr gestartet wurde und noch bis 2028 läuft, sei vor dem Hintergrund der europäischen Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft angesiedelt. In Dänemark knüpfe Crisp zudem an die erweiterte Herstellerverantwortung an, nach der Unternehmen für die von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen aufkommen müssen und Anreize für recyclinggerechtes Verpackungsdesign gesetzt werden. „Wir freuen uns sehr, dieses hochkompetente und innovative Konsortium zusammenzubringen“, so Per Sigaard Christensen vom Danish Technological Institut. „Dieses dreijährige Projekt hat das Potenzial, einen klaren Weg hin zum zirkulären Recycling von Lebensmittelverpackungen aus PE und PP aufzuzeigen.“



