Amazon verzichtet künftig auch in Nordamerika auf Plastikluftkissen

Amazon wird 95 Prozent der Plastikluftkissen aus Lieferverpackungen in den nordamerikanischen Märkten USA, Kanada und Mexiko durch 100 Prozent recyceltes Papier ersetzen, gab der Konzern Ende letzter Woche bekannt. Hierdurch würde Amazon „jährlich fast 15 Milliarden Luftkissen aus Plastik vermeiden“, zitiert die dpa das Unternehmen. Auf die drei nordamerikanischen Länder entfielen mehr als 70 Prozent des Umsatzes von Amazon.

Mit der Ankündigung reagierte Amazon laut dpa-Meldung auf Kampagnen der Meeresschutzorganisation Oceana und weiterer Organisationen, die das Unternehmen seit mehreren Jahren zur Reduzierung von Plastikmüll aufrufen. „Die Maßnahmen zur Reduzierung von Plastikverpackungen von Amazon als weltweit führendem Versandhändler sind eine gute Nachricht sowohl für die Ozeane als auch für die Kunden des Unternehmens“, kommentierte Matt Littlejohn, Senior Vice President for Strategic Initiatives bei Oceana, die Ankündigung.

Oceana hatte 2020, als die Versandkäufe aufgrund der Corona-Pandemie in die Höhe schossen, mit der Kampagne gegen die Verwendung von Plastikverpackungen bei Amazon begonnen. Eine Umfrage von Yougov habe ergeben, dass 85 Prozent der Amazon-Kunden in den USA über die Plastikverschmutzung besorgt seien. In Australien, Europa und Indien hat der Versandhandelskonzern den Einsatz von Luftkissen aus Plastik bereits eingestellt. Im Jahr 2022 habe Amazon den Einsatz von Kunststoffverpackungen weltweit um insgesamt knapp zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Die Ankündigung, künftig auch in Nordamerika auf Luftkissen aus Plastik zu verzichten, sei zwar ein bedeutender Schritt nach vorne, heißt es in der dpa-Meldung weiter. Amazon müsse allerdings noch weiter gehen und seine nordamerikanischen Versandzentren komplett ohne Kunststoffverpackungen betreiben. (dpa/eigener Bericht)

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