Aluminiumrecycling-JV von Rio Tinto und Giampaolo

Prognosen zufolge wird in den USA bis 2028 mehr als die Hälfte der Aluminiumnachfrage auf Sekundäraluminium entfallen. Der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto und der kanadische Metallverarbeiter und -recycler Giampaolo Group wollen daher ein Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung und Vermarktung von Produkten aus recyceltem Aluminium gründen. Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Rio Tinto außerdem für 700 Mio US-Dollar eine 50-prozentige Beteiligung an der US-amerikanischen Giampaolo-Tochter Matalco.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2024 abgeschlossen werden.

Der Zusammenschluss spiegele das gemeinsame Engagement der Joint-Venture-Partner wider, die steigende Nachfrage nach kohlenstoffarmem Aluminium als Schlüsselmaterial für die Energiewende zu decken, erläutern Rio Tinto und Giampaolo in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Versorgung des Joint Ventures mit Rohstoffen aus dem Recycling übernehme die Giampaolo-Tochter Triple M Metal, während das Führungsteam von Matalco die Geschäfte führe. Rio Tinto werde nach einer Übergangszeit nach Abschluss der Transaktion für den Verkauf und die Vermarktung der Matalco-Produkte zuständig sein.

Matalco zählt sich zu den führenden Sekundäraluminiumproduzenten in Nordamerika. Das Unternehmen betreibt sechs Anlagen in den Vereinigten Staaten und eine in Kanada mit einer Produktionskapazität von insgesamt etwa 900.000 Tonnen recyceltem Aluminium pro Jahr. Dabei konzentriert sich Matalco in erster Linie auf die Belieferung von Herstellern von Strangpress-, Schmiede- und Walzprodukten und stützt sich dabei auf Triple M Metal für die Belieferung mit Rohstoffen aus dem Recycling. An seinen insgesamt 44 Standorten in den USA, Kanada und Mexiko verarbeitet Triple M Metal pro Jahr über vier Mio Tonnen eisen- und nichteisenhaltige Metallabfälle.

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