Der österreichische Verpackungs- und Recyclingspezialist Alpla hat seine neue PET-Recyclinganlage in Südafrika wie geplant in Betrieb genommen. Ab 2025 soll die Anlage in der Küstenstadt Ballito unweit von Durban jährlich bis zu 35.000 Tonnen PET-Recyclingmaterial liefern, berichtet der Konzern Anfang November. Das in Ballito produzierte rPET soll anschließend in dem 2022 eröffneten Produktionswerk von Alpla in Lanseria bei Johannesburg zu PET-Preforms für die Herstellung von Getränkeflaschen weiterverarbeitet werden. Die Investitionen in das Recyclingwerk beliefen sich auf 60 Mio €.
„Südafrika ist ein strategisch wichtiger Markt für uns, in dem wir kontinuierlich wachsen wollen“, kommentiert Alpla CEO Philipp Lehner die Inbetriebnahme. „Unsere Investitionen in Ballito und zuvor in Lanseria legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft.“
Von den 35.000 Tonnen rPET-Flakes, die in Ballito produziert werden, sollen 16.000 Tonnen zu rPET-Pellets weiterverarbeitet werden. Hierzu sei bereits eine Extrusionsanlage installiert worden. Das Recyclingwerk sei außerdem für eine Erhöhung des Pelletanteils ausgelegt und könne dazu eine zweite Extrusionsanlage aufnehmen, heißt es weiter. Für zusätzliche Expansionen stünden weitere 30.000 Quadratmeter am Standort zur Verfügung.
Nach Abschluss der Qualifizierung aller Prozesse und den Kundenfreigaben von Flakes und Pellets will Alpla ab Jahresbeginn 2025 mit der regulären Produktion beginnen. „Unser Werk vergrößert das Angebot am nationalen Markt für rPET. Die Getränkeindustrie des Landes profitiert doppelt: Sie bekommt hochwertiges Material und kann die gesetzlichen Vorgaben erfüllen“, erklärt Dietmar Marin, Managing Director Alplarecycling.
Gemäß der 2021 in Südafrika beschlossenen gesetzlichen Regelungen zur erweiterten Herstellerverantwortung müssen PET-Getränkeflaschen seit 2022 einen Recyclingmaterialanteil von zehn Prozent enthalten. Für 2026 schreibt das Gesetz eine Verdoppelung auf 20 Prozent vor.
„Das Engagement von Alpla beschleunigt nicht nur die Industrialisierung der Bezirksgemeinde iLembe, sondern stellt auch sicher, dass in Projekte investiert wird, die die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung unterstützen, andere Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette anziehen und mehrere Tausend Arbeitsplätze in der Sammelinfrastruktur schaffen“, sagt Sihle Ngcamu, CEO von Trade & Investment KwaZulu-Natal, einer Agentur zur Förderung von Handel und ausländischen Investitionen in der Provinz.
Bei der feierlichen Eröffnung am 31. Oktober waren rund 180 Gäste aus Wirtschaft und Politik anwesend – darunter Repräsentanten verschiedener südafrikanischen Ministerien, Vertreter der Provinz KwaZulu-Natal, der Metropolgemeinde eThekwini und der Bezirksgemeinde iLembe sowie Österreichs Botschafterin Romana Königsbrun.




