
Das Technologieunternehmen Trumpf hat ein Laserverfahren entwickelt, um das Recycling von E-Fahrzeug-Batterien im industriellen Maßstab zu ermöglichen. Per Laser können Lithium-Ionen-Akkus sicher aufgeschnitten und die wertvollen Rohstoffe von der Batteriefolie entfernt werden, erklärte der Konzern.
„Das Recycling von Batterien ist ökologisch sinnvoll und dank Lasertechnik nun auch wirtschaftlich umsetzbar“, sagt Hagen Zimer, CEO Lasertechnik bei Trumpf. Zum einen verbessere das neue Verfahren die Demontage gut verklebter und verschweißter Batteriepacks: Anstelle aufwendiger, teilweise gefährlicher Handarbeit können nun viele Prozesse automatisiert erfolgen, zum Beispiel das Lösen von Abdeckungen oder Kabeln. Zum anderen lassen sich den Angaben des Unternehmens zufolge auch Folienstreifen, aus denen die Elektroden vieler Batteriezellen bestehen und die mit wertvollen Metallverbindungen beschichtet sind, bearbeiten: Die Laser trennen diese hauchdünnen Lagen und damit die Rohstoffe ab. Anschließend werde der dabei entstehende kostbare Staub aufgefangen und für neue Beschichtungen aufbereitet.
Bislang würden nicht selten Kilometer an beschichteten Folien als Ausschuss im Müll landen, so Trumpf. Dabei nehme die Notwendigkeit, strategische Metalle wie Kobalt, Lithium und Nickel beim Bau von Autobatterien wiederzuverwenden, immer mehr zu. Nicht nur, weil deren Gewinnung teuer und oft nicht nachhaltig ist. Als weitere Herausforderung kommen lange, unsichere Lieferketten sowie EU-Vorschriften mit Wiederverwendungsquoten von bis zu 90 Prozent hinzu.
„Der Markt für Laserverfahren zum Recycling der Batterien, der gerade entsteht, ist riesig“, sagt Alexander Sauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, mit dem Trumpf in engem Austausch steht. Allein in Europa werde die Industrie ab 2030 jährlich 570.000 Tonnen Batteriematerial recyceln müssen.



