Um die Verwertung ausgedienter Miettextilien im industriellen Maßstab voranzubringen, haben sich sechs Wäschedienstleister zu einem Pilotprojekt zusammengeschlossen. Wie der Dachverband European Textile Services Association (ETSA) mitteilt, wollen die Mitgliedsunternehmen Alsco, Bardusch, CWS Workwear und Mewa aus Deutschland sowie die österreichische Salesianer-Gruppe und Lindström aus Finnland ihre Rücklaufmengen bündeln. Gemeinsam mit dem polnischen Recycler PPHU TUR sollen in einer ersten Projektphase Fasern zurückgewonnen und unter anderem zu Dämmstoffen für die Automobil- und Bauindustrie weiterverarbeitet werden.
Ziel ist es, die Größe des Miettextil-Segments für eine bessere Steuerung der Materialflüsse zu nutzen, Recyclingkapazitäten stärker auszulasten und europäische Lösungen skalierbar zu machen. Im Mittelpunkt der Initiative steht damit weniger ein neuer Verwertungsweg als ein koordiniertes Vorgehen von Wettbewerbern. „Durch abgestimmte Prozesse und klar definierte Stoffströme soll gezeigt werden, dass unternehmensübergreifende Kooperation ein wirksamer Hebel für funktionierende Kreislaufwirtschaft ist“, kommentierte die Salesianer-Gruppe, die das Vorhaben leitet.
Nach Darstellung von ETSA soll perspektivisch zudem geprüft werden, ob sich die recycelten Fasern auch für weitere neue Textilprodukte verwenden lassen, um die Zirkularität noch stärker im Geschäftsmodell des Sektors zu verankern.




