Testumgebung für digitalen EU-Batteriepass gestartet

Ab Februar 2027 benötigen Akkus für E-Fahrzeuge und leichte Verkehrsmittel sowie Industriebatterien mit einer Kapazität von mehr als zwei Kilowattstunden einen digitalen Batteriepass. Er soll relevante Informationen entlang des Lebenszyklus bündeln und damit auch Wiederverwendung, Reparatur und Recycling erleichtern. Zur Vorbereitung darauf ist nun eine Testumgebung für den Batteriepass online gegangen. Damit können verpflichtete Unternehmen prüfen, ob ihre Datenbasis vollständig und konform zu EU-Vorgaben ist und ob ihre technischen Systeme den Austausch der Daten mit externen Partnern korrekt abwickeln.

„Eine der größten Herausforderungen für Anbieter und Hersteller ist das sehr dynamische Umfeld: Regulierung, Standardisierung und Umsetzung des Batteriepasses laufen parallel. In der Testumgebung finden die Akteure ab sofort eine feste Anlaufstelle“, erklärt Projektleiter Thomas Knothe vom Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. In vordefinierten, kontinuierlich erweiterten Szenarien werde unter anderem getestet, wie eine Batteriepass-Lösung auf externe Datenabfragen reagiert und ob die angeforderten Informationen im vorgesehenen Umfang, richtigen Format und gemäß den jeweiligen Zugriffsrechten übermittelt werden. Die Prüfergebnisse würden direkt ausgegeben, sodass die Unternehmen ihre Anwendungen bereits in der Entwicklung anpassen können.

Nach Angaben des Fraunhofer IPK soll die Testumgebung zudem Hinweise auf unklare oder lückenhafte regulatorische Vorgaben liefern. Die Erkenntnisse aus den Testläufen im „Pionierprojekt“ Batteriepass könnten auch für die Einführung weiterer digitaler Produktpässe genutzt werden. Abrufbar ist das neue Angebot ab sofort unter batterypass-ready.gefeg.com.

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