Saarland investiert 33 Mio € in Forschung zur Kreislaufwirtschaft

Die saarländische Landesregierung will mit der Förderung von zwei Großprojekten der Universität des Saarlandes ein „klares Zeichen für Schlüsseltechnologien der Nachhaltigkeit“ setzen. Wie Finanzminister Jakob von Weizsäcker und Wirtschaftsminister Jürgen Barke (beide SPD) vergangene Woche bekannt gaben, fließen im Zeitraum von 2025 bis 2031 knapp 33 Mio € aus dem Transformationsfonds des Landes in das Vorhaben „CircularSaar“, das den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft legt. Es ziele darauf ab, die regionale Industrie – insbesondere die energie- und materialintensiven Branchen Automobil, Maschinenbau und Stahl – ressourceneffizienter zu gestalten. Mit etwa 23 Mio € wird außerdem das Projekt „EnFoSaar“ unterstützt, das neue Ansätze für eine klimafreundliche Energieversorgung liefern soll.

„Im Rahmen des Circular-Projektes werden wir daran arbeiten, für die im Saarland bedeutsamen Materialien wesentliche Komponenten einer Kreislaufwirtschaft zu konzipieren“, erklärte Michael Vielhaber von der Universität des Saarlandes, der das Vorhaben leitet. Gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme (IZES) und dem Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) wollen die Forscher innovative Lösungen entwickeln, um Rohstoffe wiederzuverwenden, Produkte zu reparieren und zu recyceln. „Im Mittelpunkt stehen Metalle und Metallkreisläufe sowie die diesbezüglichen Prozesse, die mit Datensystemen und Künstlicher Intelligenz verbessert werden sollen“, so Vielhaber weiter. Auch die Rückgewinnung und effiziente Nutzung von Energie in industriellen Verfahren sei Teil des Projekts.

„Diese Vorhaben unterstreichen die Strategie der Landesregierung, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Transformation zu fördern und den Wissenschaftsstandort international sichtbar zu machen“, kommentierte von Weizsäcker. Mit einer „exzellenten Forschungslandschaft“ und einer „hoch innovativen Industrie“ habe das Saarland die „besten Voraussetzungen, um Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz für den Standort zusammenzuführen“, ergänzte Barke.

- Anzeige -
- Anzeige -