Die Belastung der Meere durch Kunststoffabfälle ist nicht allein dort am größten, wo sich besonders viel Plastik ansammelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der EU-Kommission veröffentlichter Bericht über eine neue Analyse der marinen Plastikverschmutzung. Entscheidend für das ökologische Risiko sei vielmehr, ob hohe Kunststoffkonzentrationen mit einer großen Zahl betroffener Meerestiere zusammenfallen. Damit rücken neben bekannten „Garbage Patches“ auch andere Meeresregionen stärker in den Fokus.
Die Forscher haben laut Bericht bestehende Datensätze zu Kunststoffkonzentrationen und -verteilung, mariner Biomasse sowie modellierten Einträgen, Transport- und Sinkprozessen von Plastik ausgewertet. Daraus seien regionale Risikomuster für unterschiedliche Gefährdungen abgeleitet worden. Betrachtet wurden demnach unter anderem die Aufnahme von Plastikpartikeln durch Tiere, an Kunststoffen gebundene Schadstoffe sowie das Verfangen von Meerestieren in größeren Kunststoffteilen, insbesondere zurückgelassenem Fanggerät....




