Neues Zentrum für Kreislaufwirtschaft mit Fokus auf Kunststoffen und Metallen

Ein neues Forschungszentrum für Kreislaufwirtschaft soll neue Möglichkeiten für eine verbesserte Nutzung vor allem für Kunststoffe und Metalle liefern. Das „CZS Center für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz mittels Additiver Fertigungstechnologien“ (KRAFt) wurde letzte Woche am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier offiziell eröffnet und wird von der Carl-Zeiss-Stiftung mit insgesamt zwölf Mio € gefördert. Beteiligte Partner sind neben der Hochschule Trier auch die Hochschule Aalen und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Ziel des standortübergreifenden Zentrums ist es, neue Lösungen für einen effizienteren Umgang mit Ressourcen zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die additive Fertigung – insbesondere mit Kunststoffen und Metallen – so-wie der Einsatz von Sekundärmaterialien. Durch verbesserte Prozessketten sollen Rohstoffe und Energie sowohl bei der Herstellung von Bauteilen als auch im Fertigungsprozess selbst eingespart werden.

„Für ein nachhaltiges Wachstum von Wirtschaft und Gesellschaft ist ein effizienterer Einsatz von Ressourcen unverzichtbar“, erklärte Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung. Das neue Zentrum bündele Kom-petenzen an mehreren Hochschulstandorten und nehme die gesamte Prozesskette der additiven Fertigung in den Blick, um neue Ansätze für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

Insgesamt arbeiten zehn interdisziplinäre Arbeitsgruppen an den beiden Forschungsschwerpunkten „Kreislauf-wirtschaft Kunststoff“ und „Kreislaufwirtschaft Metall“. Sie entwickeln unter anderem neue Materialkreisläufe, analysieren Stoff- und Energiedaten und optimieren die Nutzung von Sekundärmaterialien. Ziel ist es, sowohl ökologische als auch ökonomische Potenziale der Kreislaufführung in der Produktion besser zu nutzen.

„Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen müssen wir dringend umdenken und diese auch mit Hinblick auf künftige Generationen sinnvoller nutzen“, betonte Professor Thomas Hirth, Vizepräsident des KIT. Professor Joachim Knebel, Bereichsleiter Maschinenbau und Elektrotechnik am KIT, ergänzte: „Mit nachhaltigen Produktionsmethoden können wir den Herausforderungen knapper Ressourcen begegnen.“

Neben den wissenschaftlichen Zielen legt das Center auch großen Wert auf die Übertragung in die Praxis. Unter-stützt wird das Vorhaben durch 24 externe Kooperationspartner, vor allem aus der Industrie. Der Wissenstrans-fer soll dazu beitragen, die entwickelten Technologien breit anwendbar zu machen und so langfristig zu mehr Ressourcenschonung in verschiedenen Branchen beizutragen.

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