
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid startet im Juli mit der dritten Auflage seines Verbundprojekts „Recycling“. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt „Recycling 3“ soll eine praxisorientierte Wissensplattform zum Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) in der Kunststoffverarbeitung aufbauen. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Instituts regulatorische Anforderungen, verfügbare Recyclingmaterialien sowie die Analyse von Post-Consumer-Abfallströmen und deren Verwertungswegen.
Darüber hinaus sollen im Rahmen des Projekts auch Versuchsreihen zur Geruchsreduktion bei Rezyklaten durchgeführt werden. Dabei würden Geruchsabsorber sowie thermisch-physikalische Reinigungsverfahren untersucht und weiterentwickelt. Nach Angaben des Instituts stellt insbesondere die Geruchsoptimierung weiterhin eine Herausforderung für hochwertige Anwendungen dar.
Das Projekt richtet sich den Angaben zufolge an kunststoffverarbeitende Unternehmen und soll diese bei der strategischen Planung und praktischen Umsetzung des PCR-Einsatzes unterstützen. Hintergrund für das Projekt seien unter anderem steigende Rohstoffpreise und geopolitische Unsicherheiten. Gleichzeitig gewinne der Einsatz von Rezyklaten durch gesetzliche Vorgaben insbesondere in der Verpackungs- und Automobilindustrie an Bedeutung. Verpflichtende Rezyklateinsatzquoten im Zuge neuer Verordnungen würden den Einsatz von Sekundärrohstoffen perspektivisch unverzichtbar machen.
Das Verbundprojekt ist modular aufgebaut. Neben einem Basispaket können teilnehmende Unternehmen zusätzliche Leistungen buchen, etwa zur Untersuchung eigener Materialien oder zur Optimierung von Rezyklaten. Für das Projekt werden laut Mitteilung noch Teilnehmer gesucht. Weitere Informationen sind hier verfügbar.



