
Für ein innovatives Verfahren zur Klärschlamm-Verwertung ist ein Team der Hochschule Nordhausen mit dem Thüringer Forschungspreis ausgezeichnet worden. Das Projekt „CarboMass“ löse die Entsorgungsproblematik von Klärschlämmen durch deren Umwandlung in Carbonisat, das den wertvollen Nährstoff Phosphor bindet.
Das entstehende Carbonisat ergebe zusammen mit Biomasse ein Gemisch, das als Abdeckung für Kalihalden genutzt werden könne. Damit schaffe das Verfahren eine lokale Möglichkeit zur Wiederverwendung, trage zur regionalen Kreislaufwirtschaft bei und sorge zugleich für eine verbesserte CO2-Bilanzierung, heißt es in einer Mitteilung des Thüringer Bildungsministeriums zur Preisverleihung.
Das Nordhäuser Team teilt sich den Preis in der Kategorie „Angewandte Forschung“ mit Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität und des Universitätsklinikums Jena für ihre Arbeit zur Behandlung von Leukämie-Patienten. Beide Projekte erhielten je 12.500 €. Ein weiterer, mit 25.000 € dotierter Preis für Grundlagenforschung ging an das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena für die Neumodellierung globaler Kohlenstoff- und Wasserflüsse mithilfe von KI.



