Forschende des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE) haben im Projekt „Zirk-Tex“ gezeigt, dass sich aus bislang wenig genutzten Kunststoffabfällen hochwertige Fasern, Vliese und Folien herstellen lassen. Die Materialien sind für technische Anwendungen wie Dachbahnen und Geokunststoffe vorgesehen. Untersucht wurde die gesamte Wertschöpfungskette im Pilotmaßstab – von der Sortierung über das Recycling bis zur textilen Verarbeitung.
Der Ansatz adressiert ein bekanntes Marktproblem. Die Nachfrage nach recycelten Kunststoffen steigt, doch die Qualität vieler Rezyklate reicht für anspruchsvolle textile Anwendungen bislang nicht aus. „Es ist weniger problematisch, aus Kunststoffrezyklaten beispielsweise Spritzgussbauteile zu produzieren. Aber daraus textile Produkte wie Vliese für Dachbahnen zu fertigen, ist wesentlich schwieriger“, erläutert Evgueni Tarkhanov vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP. „Das Ausgangsmaterial muss homogen und komplett frei von Verunreinigungen sein.“ Schon kleinste Störstoffe können im Spinnprozess zu Filamentabrissen führen. Das hat direkte wirtschaftliche Folgen. Produktionsunterbrechungen verursachen Zeitverluste und hohe Kosten....




