BMUV startet Förderprogramm gegen Meeresmüll

Das Bundesumweltministerium hat den mittlerweile vierten Förderaufruf im Programm gegen Meeresmüll gestartet. Im Rahmen des Programms sollen unter anderem Projekte in den Bereichen nachhaltige Produktion, zirkuläres Design und Kreislauflösungen, integrierte Abfallmanagementsysteme, Beratung und Kapazitätsaustausch, Abfallinformationssysteme sowie gesellschaftliche Transformation gefördert werden, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Mit dem Förderaufruf wolle das BMUV ein klares Zeichen für den Schutz der Meere und Gewässer senden, erklärt Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne). „Die Ozeane sind existentiell für die menschliche Gesundheit. Verschmutzte Meere und Plastikmüll stellen eine wachsende Bedrohung für die Nahrungskette und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen dar“, so Lemke.

Die Ministerin hob außerdem die globale Dimension des Problems hervor. Eine effektive Meeresmüllvermeidung könne nur durch internationale Zusammenarbeit erreicht werden: „Die Bundesregierung engagiert sich dabei aktiv. Neben anhaltenden Bemühungen um ein globales Plastikabkommen mit verbindlichen Regelungen fördern wir mit diesem Aufruf gezielt Projekte, die am Anfang der Wertschöpfungskette ansetzen und dadurch nachhaltige Lösungen schaffen.“

Der Förderaufruf setze in diesem Zusammenhang besondere geographische und inhaltliche Schwerpunkte. So sollen insbesondere Projekte in Ländern „mit ausgeprägtem Bedarf im Rahmen der Entwicklung des globalen Plastikabkommens“ sowie in „Ländern mit gesteigerter Vorbildfunktion“, darunter Mitglieder der sogenannten „High Ambition Coalition to end plastic pollution“, die ein ambitioniertes und verbindliches Plastikabkommen fordern, unterstützt werden. Zudem liege ein Fokus auf Projekten in kleinen Inselentwicklungsländern und Projekten mit Fokus auf soziale Nachhaltigkeit.

Projektskizzen können bis zum 22. April bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (Zug) gGmbH eingereicht werden, die das Förderprogramm als Projektträgerin im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut.

Weitere Informationen gibt es hier.

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