Themen der Printausgabe
Mit dem Kabinettsbeschluss zum neuen Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz nimmt die nationale Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung konkrete Formen an. Für die aktuelle Ausgabe haben wir uns den Gesetzesentwurf im Detail angeschaut und berichten auch über das breite Echo in Wirtschaft und Umweltverbänden. Während die Streichung der ursprünglich vorgesehenen Fünf-Euro-Abgabe zur Mehrwegförderung und der Verzicht auf eine zusätzliche Präventionsorganisation von Teilen der Branche begrüßt werden, wächst zugleich die Kritik an fehlenden ökonomischen Anreizen für den Rezyklateinsatz sowie an einer aus Sicht von Umweltverbänden zu schwachen Förderung von Mehrwegangeboten. Auch kommunale Spitzenverbände melden Nachbesserungsbedarf an.
Parallel dazu gewinnt die Debatte um die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich weiter an Schärfe. Mehrere Rechtsgutachten stellen die kommunale Sammelhoheit infrage und sehen die operative Verantwortung klar bei den Herstellerorganisationen. Industrie- und Handelsverbände konkretisieren ihrerseits Modelle mit Gemeinsamer Herstellerstelle und wettbewerblichen PRO-Strukturen. Darüber hinaus berichten wir im Wirtschaftsteil unter anderem über die Insolvenz von Grünstoff Kunststoff Recycling, die deutliche Ergebnissteigerung beim Müllverbrenner EEW sowie neue Projekte im Bereich der Klärschlammverwertung von MVV, RWE sowie Suez und Pyreg.
Im Marktteil stehen in dieser Woche Altpapier und Alttextilien im Fokus. Am deutschen Altpapiermarkt zeigt sich bei stabilen Preisen eine wachsende Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Massensorten. Während einige Marktteilnehmer auf eine Frühjahrsrallye spekulieren, verweisen andere auf mögliche Nachfragerückgänge infolge von Maschinenstillständen. Bei Alttextilien mehren sich dagegen vorsichtige Signale einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau, nachdem hohe Lagerbestände zuletzt auch witterungsbedingt abgebaut wurden.
Im Politikteil berichten wir über den verabschiedeten Durchführungsbeschluss der EU-Kommission zur SUPD, über die Haltung des Bundesumweltministeriums zu den bestehenden Fristen bei der Phosphorrückgewinnung sowie über die Forderung von Verkehrsminister Patrick Schnieder nach einer Entbürokratisierung der Ersatzbaustoffverordnung.
International richtet sich der Blick unter anderem auf die strategische Neuausrichtung von Agilyx mit stärkerem Fokus auf Europa und die DSD-Mutter Green Dot sowie auf die Ankündigung von Reju, eine dritte Großanlage für das Textilrecycling in Frankreich zu errichten.






















































