Themen der Printausgabe
In unserer Titelgeschichte beschäftigen wir uns mit der strategischen Partnerschaft zur Altfahrzeugverwertung, die Prezero und der Automobilhersteller BMW letzte Woche bekanntgegeben haben. Wie genau das Geschäftsmodell aussehen soll, was die Unternehmen jeweils beisteuern und welche Rolle EU-Recht als Treiber spielt, erklärt Carsten Dülfer, Deutschland-CEO von Prezero.
Weitere Themen des Wirtschaftsteils sind die steigenden CO₂-Kosten aus dem Emissionshandel bei der thermischen Abfallbehandlung und die schwierige Weitergabe über Gebühren, der geplante Kreislaufschluss für PET-Umreifungsbänder durch eine deutsch-österreichische Kooperation sowie eine weitere Warnung vor dem Abstieg der Kunststoffrecyclingindustrie – diesmal vom Entsorgerverband bvse. Außerdem haben wir zu den zuletzt laut gewordenen Forderungen nach einer Fristverschiebung für die Phosphor-Rückgewinnung ein Interview mit Uli Paetzel geführt: Der Präsident der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) erklärt, warum die Ziele der Klärschlammverordnung bis 2029 aus seiner Sicht nicht erreichbar sind und wie der Verband zu einer Fondslösung steht.
Auf den Marktseiten liegt der Fokus diesmal auf den Kunststoffen: Hauptproblem der Recycler blieb auch im Januar eine schwache Nachfrage. Bei den gebrauchten PET-Einweg-Pfandflaschen ist aus der Branche immerhin ein vorsichtiger Optimismus zu vernehmen – wenn auch ohne klare Aufwärtsdynamik. Im Markt für PET-Neuware berichten Hersteller und Verarbeiter Anfang Februar von einem Stopp der Abwärtsbewegung.
Im Politikbereich hat die Nachricht für Aufmerksamkeit gesorgt, dass das erwartete Verbot von Einweg-Vapes über die Novellierung des Tabakrechts vorerst ausbleibt. Auf EU-Ebene beschäftigen wir uns mit zwei kritischen Berichten des Europäischen Rechnungshofs zur geplanten Abgabe auf nicht gesammelten E-Schrott sowie zur Verfehlung der Rohstoffziele bis 2030, wobei das Recycling als ungenutzter Hebel besonders betont wird.
International geht es zunächst um mögliche Ausfuhrzölle oder andere Beschränkungen, die die EU-Kommission für den Export von Aluminiumschrotten prüft. Darüber hinaus schauen wir nach Großbritannien, wo der MVA-Betreiber Viridor trotz solider operativer Kennzahlen tiefer in die Verlustzone rutscht, sowie in die USA: Dort schließt der mexikanische Konzern Alpek Polyester seine zweite Recyclinganlage innerhalb eines Jahres.


















































