Themen der Printausgabe
In der EU hat sich die wirtschaftliche Lage der Betreiber von Müllheizkraftwerken 2024 trotz konjunktureller Herausforderungen verbessert. Die Stimmung der gesamten Waste-to-Energy-Industrie ist jedoch gedämpft im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus dem aktuellen Branchenbarometer hervor, das wir in unserer Titelgeschichte unter die Lupe nehmen. Außerdem beleuchten wir im Wirtschaftsteil die Forderung des Anlagenbetreibers EEW Energy from Waste nach einem EU-Aktionsplan für die CO₂-Abscheidung und Speicherung (CCS). Weitere Themen sind die neu gegründete „European Landfill Association“ der Deponiebetreiber, Tomras Mehrheitsübernahme an der deutschen c-Trace GmbH und eine Studie zum Status quo des Textilrecyclings, das mit fehlenden Kapazitäten und steigenden Mengen konfrontiert ist. Im Gespräch mit EUWID erklärt Guido Adomßent, CEO von Veolia-Umweltservice, wie das Unternehmen auf die Entwicklungen in der Entsorgungsbranche reagieren will.
Auf den Marktseiten schauen wir auf ein schwaches Sammelaufkommen im Bereich E-Schrott mit stabilen Erlösen für die zurückgewonnenen Rohstoffe. Wir erläutern, weshalb die deutschen Stahlschrottexporte auf ein Langzeittief zusteuern und wie sich der Markt für Standardkunststoffe im Oktober entwickelt hat. Bei den Preisen für die unteren Altpapiersorten setzt sich in Italien der kontinuierliche Abwärtstrend fort, und auch in Frankreich sind für diese Qualitäten rückläufige Tendenzen zu beobachten.
Im Politikteil steht eine Entschließung des Bundesrats im Fokus: Die Regierung soll neue Zahlen zu Asbesterkrankungen vorlegen. Zu einer Verzögerung kommt es bei der geplanten Notifizierungspflicht für die Verbringung von ungefährlichem E-Schrott innerhalb der EU: Die Europäische Kommission schlägt vor, die entsprechende Änderung der Abfallverbringungsverordnung um zwei Jahre auf 2027 zu verschieben.
International befassen wir uns mit Chinas Entscheidung, einen Staatskonzern für den Recyclingsektor zu gründen, mit umstrittenen Plänen für ein Pfand auf PET-Flaschen in Tschechien und der Warnung vor einer „beispiellosen Krise“ der Alttextilrecycler, die der Europäische Recyclerdachverband (Euric) und der Verband der kommunalen Entsorgungswirtschaft für nahezu unausweichlich halten. Sie fordern eine sofortige finanzielle und gesetzliche Unterstützung für Verwerter, um Insolvenzen zu vermeiden.



































