Themen der Printausgabe
Die Bundesregierung will mit einem Sofortprogramm neue Impulse für die Kreislaufwirtschaft setzen. Das sagte der neue Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) vergangene Woche auf dem vom BDE organisierten Tag der Kreislaufwirtschaft in Berlin. Auf dem Titel berichten wir näher über dieses Sofortprogramm: So sollen laut Schneider insbesondere eine neue Plattform für Kreislaufwirtschaft sowie eine Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen etabliert werden. Auch kündigte der Minister an, dass mehrere in der vergangenen Legislatur begonnene, aber nicht abgeschlossene Gesetzesvorhaben erneut aufgegriffen würden. Dazu zählen etwa die Novellen des Elektro- und des Batteriegesetzes.
Weitere Berichte im Wirtschaftsteil befassen sich unter anderem mit Forderungen des bvse nach einem Fonds für Brandschäden, höheren Batterie-Sammelquoten, einem Batteriepfand und einem Verbot von Einweg-Vapes. Zudem gehen wir der Frage nach, warum die Recycling- und Abfallwirtschaft zu den am stärksten betroffenen Branchen im gegenwärtigen „Deckungsnotstand“ der Gewerbe- und Industrieversicherung gehört. Mit Frank Dorssers vom Zertifizierungsdienstleister DQS haben wir ein interessantes Interview über Normen und Standards zur Weiterentwicklung der Circular Economy geführt. Weiterhin berichten wir von den diesjährigen DWA-Klärschlammtagen: Dort wurden unter anderem der neue RePhoR-Statusbericht und eine neue UBA-Prognose zu den künftigen Klärschlamm-Verbrennungskapazitäten präsentiert.
Die Marktseiten beinhalten diesmal einen Bericht über große Unsicherheiten auf dem Markt für Alttextilien. Dort ist „nirgendwo ein Lichtblick zu erkennen“, die Lage sei „unerfreulich“ bis „dramatisch“, nichts habe sich gebessert, heißt es unisono von Marktteilnehmern. Außerdem bringen wir einen aktuellen Marktbericht für PET-Neuware sowie neue Destatis-Zahlen zum Im- und Export von Altkunststoffen nach und aus Deutschland.
Im Politikteil beleuchten wir die Arbeit der LAGA-Arbeitsgruppe „Sicherstellung der Phosphorrückgewinnung bis 2029“, die im September ihren ersten Bericht vorlegen will. Des Weiteren hat der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) die Ergebnisse seines Pilotversuchs zur Erfassung von Leichtverpackungen (LVP) in Holsystemen vorgelegt und empfiehlt dem Stadtrat die Einführung der Gelben Tonne ab dem 1. Januar 2027. Die Hintergründe hierzu stellen wir Ihnen ausführlich dar.
Auf den International-Seiten werfen wir unter anderem einen Blick in die USA, wo das dortige Energieministerium dem Chemiekonzern Eastman eine Förderung für ein Projekt zum chemischen Recycling von Kunststoffabfällen gestrichen hat. Ein weiterer Bericht beschäftigt sich mit der Forderung des europäischen Recyclerverbands EuRIC, die Rezyklatziele für Kunststoff in der EU-Altautoverordnung beizubehalten. Das WEEE Forum hat darüber hinaus eine Studie zur Reform der Sammelquoten bei Altgeräten vorgelegt. Und die neue österreichische Bundesregierung hat in ihrem aktuellen Regierungsprogramm mehrere Maßnahmen beschlossen, um die Wettbewerbsbedingungen für Sekundärrohstoffe zu verbessern und so die Zirkularität der heimischen Wirtschaft zu steigern.






















































