E-Paper 23/2025

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Themen der Printausgabe

Detaillierte Themenübersicht Ausgabe 23/2025

Der Ausbau des chemischen Kunststoffrecyclings kommt international voran: Laut Prognosen von Roland Berger könnten die global installierten Kapazitäten bis 2030 jährlich um über 35 Prozent zulegen. In unserer Titelgeschichte analysieren wir, wie sich die Dynamik in Europa, den USA und weiteren Regionen entwickeln könnte – und welche Hürden den Markthochlauf bremsen. Ein Beispiel für regulatorische Anreize liefert Frankreich: Dort werden Mechanismen der Öko-Modulation im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungen konkretisiert. Kunststoffprodukte mit höherem Rezyklatgehalt oder besserer Recyclingfähigkeit sollen künftig von gestaffelten Gebühren und Boni profitieren, wobei der Einsatz von Material aus chemischem Recycling besonders gefördert wird.

In weiteren Themen des Wirtschaftsteils befassen wir uns mit den Forderungen der Recyclingverbände zur EU-Binnenmarktstrategie, dem bevorstehenden Rückbau von Offshore-Windparks und den Anstrengungen der Zementkonzerne zur Dekarbonisierung ihrer Produkte. Remondis meldet für 2024 ein Umsatzplus nach dem unterbrochenen Wachstum im Vorjahr, und die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) warnt vor einer übereilten Abschaffung der vermiedenen Netznutzungsentgelte, die als Ausgleich für dezentrale Einspeisung gezahlt werden.

Auf den Marktseiten geht es diese Woche vor allem um Kunststoffe: Wir schauen auf die aktuellen Preise für die verschiedenen Altkunststoffsorten sowie die Lage auf den Märkten für Standard-Neuware und für gebrauchte PET-Einweg-Pfandflaschen. Beim Blick auf die deutschen Ex- und Importe von Altpapier fallen leichte Anstiege auf. Außerdem beleuchten wir, wie sich Angebot und Nachfrage auf den Sägerestholzmärkten entwickelt haben und welche Länder bei Deutschlands Ausfuhren von Schrott besonders hervorstechen.

In den Politikteil starten wir mit einem neuen Referentenentwurf zur Anpassung des Batterierechts, den das Bundesumweltministerium letzte Woche veröffentlicht hat. Auf EU-Ebene wurde der Stichtag für die Anwendung neuer und veränderter Codes für batteriebezogene Abfälle ab November 2026 festgelegt und die Europäische Kommission hat die lang erwartete Einteilung der Staaten in die Risikostufen der EU-Entwaldungsverordnung vorgestellt.

Auf den internationalen Seiten nehmen wir unter anderem die Abnahmeverträge des französischen Biorecyclers Carbios mit den Kosmetikkonzernen L’Oréal und L’Occitane unter die Lupe, ein neues ungarisches Programm zur Förderung der Biogasproduktion und die Pläne des belgischen Sekundärbleiherstellers Campine, der die französischen Batterierecycling-Werke von Ecobat übernehmen will.

Ausgabe 23/2025 | 03.06.2025