Themen der Printausgabe
Die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) soll auch für die neue Bundesregierung Priorität haben. Das stellte Carsten Träger, Staatssekretär im Umweltministerium, letzte Woche beim VKU-Abfallwirtschaftskongress klar. In unserer Titelgeschichte beleuchten wir, wie das BMU die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaft beschleunigen will – mit Gesetzesvorhaben, einer Digitalisierungsinitiative und einem ersten NKWS-Eckpunktepapier noch in diesem Jahr.
Außerdem beschäftigen wir uns im Wirtschaftsteil erneut mit dem dramatischen Anstieg von Batteriebränden in Betrieben der Abfallwirtschaft. Ein Zusammenschluss führender europäischer Akteure fordert die EU-Kommission dringend zum Handeln auf. Im Baustoffsektor nehmen wir die Pläne des Zementherstellers Holcim für mehr Nachhaltigkeit sowie die Einweihung einer neuen Bauschutt-Waschanlage bei Otto Dörner in den Blick. Prezero meldet gestiegene Umsätze und eine Übernahme in Bayern. Darüber hinaus geht es um die anhaltende Prüfung verschärfter Auflagen für Remondis durch das Bundeskartellamt sowie um die Fortsetzung der Zusammenarbeit von Salzgitter, TSR und Papenburg.
Auf den Marktseiten steht diesmal die Klärschlammentsorgung im Fokus. Wir erklären ausführlich, weshalb die Entsorgungspreise bei wachsenden strukturellen Herausforderungen in diesem Jahr weitgehend konstant geblieben sind. Des Weiteren schauen wir auf die Altpapiermärkte in Großbritannien und Italien und auf die Entwicklung der Preise für Nachwachsende Rohstoffe, die zum Teil von einem deutlichen Überangebot gedämpft wurden.
Der Politikteil startet mit der kürzlich veröffentlichten Strategie der EU-Kommission zur Schaffung eines „Binnenmarkts für Abfälle“. In Deutschland hat die Umweltministerkonferenz Maßnahmen zur Rettung der Alttextilsammlung gefordert und der Bundesrat befasste sich mit dem Recycling von Matratzen.
Auch auf den internationalen Seiten geht es um Textilien: Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass Europa das Polyester-Recycling verzehnfachen kann – wenn die Politik jetzt handelt. Der Krise des Kunststoffrecyclings widmet sich der Verband Plastics Recyclers Europe und drängt auf Sofortmaßnahmen wie Einfuhrzölle und steuerliche Anreize. Im Hinblick auf die geplante EU-Altautoverordnung fordern Umweltschutzorganisationen und der Recyclingverband Euric verbindliche Rezyklateinsatzquoten für Stahl – beginnend mit 30 Prozent spätestens ab 2030.
Im Bereich Forschung und Praxis stellen wir diese Woche Projekte zur Qualitätsbewertung von Kunststoffrezyklaten, zur Nutzung von Stahlwerksschlacken und zur Schaffung eines nationalen Kreislaufs für Batterien in Großbritannien vor.



























































