Themen der Printausgabe
Der Dachverband Recycling Europe warnt vor einem „Perfect Storm“ in der Alttextilbranche: Fast-Fashion-Ware setzt die Secondhand-Märkte unter Druck, während zugleich die Qualität der Sammelware sinkt und die Sortierung teurer wird. Unsere aktuelle Titelgeschichte beleuchtet, wie die bisherige Erlöslogik über die Wiederverwendung immer mehr ins Wanken gerät – und weshalb Recycling dafür bislang keinen tragfähigen Ersatz bietet.
Darüber hinaus geht es im Wirtschaftsteil um eine vom Bundesumweltministerium geförderte Anlage zur Produktion biologisch abbaubarer Materialien aus Getreidereststoffen und um die heiße Inbetriebnahme der Sonderabfallverbrennungslinie von Veolia im Chemiepark Marl. In einem Interview richten wir den Blick auf den deutschen Markt für thermische Abfallverwertung: Der neue MVV-Umwelt-Geschäftsführer Vedad Delic spricht unter anderem über Wachstumspotenziale bei der Vergärung von Bioabfällen und wirtschaftliche Hürden beim Thema Carbon Capture. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den jüngsten Entwicklungen bei Aurubis: Der Multimetallrecycler und Kupferhersteller meldet einen deutlichen Ergebnissprung in der Recyclingsparte; außerdem hat der Drogerieunternehmer Dirk Roßmann seinen Aktienanteil an dem Hamburger Konzern nochmals aufgestockt.
Auf den Marktseiten steht diesmal die angespannte Logistiklage am deutschen Altpapiermarkt im Mittelpunkt: Obwohl grundsätzlich ausreichend Ware verfügbar ist, sorgen extrem begrenzte Transportkapazitäten und steigende Frachtkosten für Verknappungstendenzen.
In den Politikteil starten wir mit dem Kabinettsentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz: Die ITAD warnt davor, dass neue Pflichten zur Gebäudeautomation und zum Energiemonitoring für thermische Abfallbehandlungsanlagen zu Doppelregulierung führen könnten. Zudem geht es um den im Bundesrat gescheiterten Antrag Thüringens auf einen deutschlandweiten Reparaturbonus für Elektrogeräte.
Auf den internationalen Seiten berichten wir über die Pläne von Viridor, sich bei der Tochter Quantafuel in Skandinavien aus der chemischen Verwertung von Kunststoffabfällen zurückzuziehen. Wir schauen auf das von hohen Metallpreisen gestützte Recyclinggeschäft des belgischen Konzerns Umicore sowie auf das Rückverfolgungssystem von NG Nordic für auditierbare Metallströme auf Chargenebene.
Auch im Bereich Forschung und Praxis geht es um Transparenz bei der Materialnutzung, die durch eine innovative digitale Plattform geschaffen werden soll. Weitere Beiträge befassen sich mit der Einstufung von Müllverbrennungsaschen als gefährliche oder nicht gefährliche Abfälle sowie mit deren Aufbereitung und der Rückgewinnung von Rohstoffen.
















































