E-Paper 21/2025

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Themen der Printausgabe

Detaillierte Themenübersicht Ausgabe 21/2025

In der aktuellen Ausgabe geht es zunächst um die Kritik der Kommunalverbände an den neuen Ausschreibungsbedingungen der dualen Systeme zur Verpackungssammlung. Vor allem die geplanten Vorgaben zu Fehlwürfen stehen dabei im Fokus, aber auch die Entgeltpflicht für Nachsortierungen und ein Bonus für Entsorger, die ihre Erfassungsmengen reduzieren.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns im Wirtschaftsteil mit erneuten Warnstreiks und Ausfällen der Müllabfuhr bei Nehlsen, mit Förderungen für die Kreislaufwirtschaft in NRW und einer Partnerschaft zwischen Remondis und Techno Compound, um mehr Rezyklate in Autos zu verwenden. Die tiefgreifende Krise auf dem Alttextilmarkt ruft verstärkte Forderungen der Recycler nach einer schnellen Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung auf den Plan. Und auch in der Bioenergiebranche stehen Akteure vor Herausforderungen: Im Interview erläutern Experten der Brüning Group, welche praktischen Folgen die verschärften Nachhaltigkeitsvorschiften der Renewable Energy Directive III (RED III) für Lieferketten und Betreiber von Biomasseheizkraftwerken haben.

Im Marktbereich schauen wir diese Woche auf die deutsche Stahlschrottbilanz: Wie erwartet sind die Preise im Mai deutlich gesunken. Nach dem Einbruch im Exportgeschäft und dem Konjunkturtief der Stahlbranche hoffen die Recycler nun auf eine Stabilisierung im Juni. Spürbar beruhigt haben sich nach turbulenten Wochen die Altpapiermärkte in Deutschland und Frankreich.

In den Politikteil starten wir mit einer Entscheidung aus Bayern: Dort hat der Ministerrat die Einführung kommunaler Einweg-Verpackungssteuern untersagt. Aus Baden-Württemberg werden Fortschritte bei der Phosphor-Rückgewinnung durch großtechnische Projekte gemeldet. Und das Umweltbundesamt hat in einer Langzeitbefragung herausgefunden, dass Plastikmüllvermeidung und die Entsorgung radioaktiver Abfälle aus Sicht der Bevölkerung zu den wichtigsten umweltpolitischen Aufgaben zählen.

Die Themen der internationalen Seiten sind breit gefächert. Der aktuelle Circularity Gap Report gelangt zu dem Schluss, dass die weltweite Kreislaufwirtschaft nicht vorankommt: Der Recyclinganteil beim Rohstoffverbrauch ist weiter rückläufig. In den Niederlanden sorgt die Planung einer CO₂-Steuer auf Abfallverbrennung – anstatt der bisher vorgesehenen Abgabe auf Primärkunststoffe – für Kritik von Entsorgern. Remondis setzt seine Expansion in Australien mit einer weiteren Übernahme fort. Und in Kanada und den USA steht der angeschlagene Batterierecycler Li-Cycle unter Gläubigerschutz – mit Glencore als zentralem Akteur im laufenden Verkaufsprozess rund um das Kerngeschäft.

Ausgabe 21/2025 | 20.05.2025