Themen der Printausgabe
Die EU-Kommission hat ihren Aktionsplan für die Stahl- und Metallindustrie veröffentlicht. Wir erläutern, welche konkreten Maßnahmen vorgesehen sind, und beleuchten die Reaktionen aus der Recyclingbranche, vertreten durch den bvse sowie die internationalen Dachverbände BIR und Euric. Außerdem beschäftigen uns nach wie vor die Tarifauseinandersetzungen, die zuletzt bundesweit für Unruhe sorgten: Während die Verhandlungen im öffentlichen Dienst in ein Schlichtungsverfahren übergegangen sind und Verdi und Nehlsen sich auf eine Streikpause geeinigt haben, dauerten die Arbeitsniederlegungen bei Remondis in NRW in der vergangenen Woche an. Weitere Themen im Wirtschaftsteil sind unter anderem der Gewinneinbruch bei der Landbell AG, die stark gestiegene Zahl der Insolvenzen im Entsorgungssektor und eine Studie zur CO2-Abscheidung an Waste-to-Energy-Anlagen mit ernüchternden Ergebnissen zur wirtschaftlichen Umsetzbarkeit unter derzeitigen Bedingungen.
Auf den Marktseiten schauen wir auf die steigenden Schrottpreise in Deutschland und auf das Fünf-Jahres-Tief der EU-Stahlschrottexporte. Wir analysieren, weshalb der italienische Altpapiermarkt im März außer Rand und Band geraten ist und welche Auswirkungen die jüngste Versteigerung des nationalen Konsortiums Comieco auf die Preise der unteren Altpapiersorten hatte.
In den Politikteil starten wir mit Forderungen aus der Industrie nach Ausnahmen bei den geplanten Mehrwegquoten, wie sie die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) vorsieht. In weiteren Berichten geht es um die Novelle der Gewerbeabfallverordnung, die sich im Bundesrat verzögert, sowie um leichte Zuwächse bei der Menge an Siedlungsabfällen in Brandenburg.
International nehmen wir die zunehmenden wirtschaftlichen Belastungen der europäischen Kunststoffrecyclingbranche in den Blick: Man habe seit längerem davor gewarnt, betont Plastics Europe und spricht sich für Importbeschränkungen aus. Exemplarisch für die Krise und ihre Folgen ist unter anderem die letzte Woche angekündigte Schließung des niederländischen Recyclingstandorts des Verpackungsherstellers CEDO zu sehen. Ebenfalls unter großem Druck steht weiterhin die Alttextilbranche. Euric und FEAD mahnen Soforthilfe an, um die Zeit bis zum Inkrafttreten der Herstellerverantwortung zu überbrücken. Darüber hinaus berichten wir über die deutlich nach oben korrigierte Verlusterwartung bei der Scholz-Mutter Chiho und den Baustart eines neuen Recyclingwerks in Spanien durch den norwegischen Aluminiumhersteller Hydro.




















































