Themen der Printausgabe
Die dramatische Lage auf dem Markt für Alttextilien steht in unserer aktuellen Ausgabe erneut im Fokus: Ein Gutachten kommt zu dem Schluss, dass bei gewerblicher Altkleidersammlung eine Kostenerstattung für private Entsorger möglich ist. In deren Containern landen seit Jahresbeginn, mit Inkrafttreten der Pflicht zur Getrennterfassung für Alttextilien, immer mehr unbrauchbare Abfälle. Wir beleuchten, wie die Kölner Kanzlei Pauly Rechtsanwälte diese Konstellation einschätzt und welche Argumente die Berliner Kanzlei GGSC dem Gutachten entgegensetzt. Vom Dachverband Fairwertung kommt zudem eine dringende Warnung, dass die gemeinnützigen Alttextilsammler vor dem Kollaps stehen und die geplante Herstellerverantwortung schnell umgesetzt werden muss.
Darüber hinaus geht es im Wirtschaftsteil um eine neue Pyrolyseanlage für Altreifen von VTTI und Pyrum, die Übernahme des niederländischen Schredderstandorts von Gerrits durch die Remondis-Tochter HKS und die Inbetriebnahme einer Pilotanlage von Recular und Neustark zur CO2-Speicherung in Abbruchbeton. Im exklusiven Interview mit Garvin Musa von der VdS Schadenverhütung haben wir über die zunehmenden Brände in Recyclingbetrieben und die Versicherungsproblematik gesprochen.
Auf den Marktseiten nehmen wir die jüngsten Entwicklungen auf dem deutschen Markt für Standardkunststoffe in den Blick und erklären, weshalb die Altkunststoffexporte nach einem Rekordtief im Vorjahr jetzt wieder zulegen. Auch beim Stahlschrott verzeichnete Deutschlands Außenhandel 2024 einen historischen Rückgang, während die Einfuhren deutlich anstiegen.
Im Politikteil schauen wir zunächst auf die EU-Abfallverbringungsverordnung: 24 Nicht-OECD-Staaten haben fristgerecht Anträge eingereicht, um weiterhin nicht gefährliche Abfälle zur Verwertung aus der EU importieren zu dürfen. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit dem Clean Industrial Deal und seiner Rolle für die Kreislaufwirtschaft, die auch von verschiedenen Verbänden genau unter die Lupe genommen wird. Ebenfalls von der europäischen Kommission wurden in der vergangenen Woche ein Aktionsplan für erschwingliche Energie sowie ein Paket zum Bürokratie-Abbau vorgelegt. In Deutschland haben sich mehrere Städte gegen eine kommunale Verpackungssteuer ausgesprochen.
International widmen wir uns diesmal unter anderem den Umsatzsteigerungen von Veolia in der Abfallsparte, einem Pilotprojekt zur CO2-Abscheidung von Fortum in Dänemark und dem geplanten Ausbau der Schrottrecycling-Kapazitäten beim norwegischen Aluminiumproduzenten Hydro.




















































