Themen der Printausgabe
Ins neue Jahr starten wir mit einer Fülle an Nachrichten aus der Recycling- und Entsorgungsbranche. Den Auftakt bildet ein Schreiben von Remondis, Alpla, Werner & Mertz und Ecopreneur an die EU-Kommission: Darin werden strengere Kontrollen von importierten Kunststoffrezyklaten gefordert, damit der angestrebte Markt für sekundäre Materialien funktionieren kann. Die Krise von Europas Kunststoffwirtschaft steht auch im Fokus einer gemeinsamen Stellungnahme von 18 Branchenakteuren und -verbänden, die sich an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen richten. Sie drängen auf entschlossene Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Auch die Diskussion um die Mitte Dezember verabschiedete neue EU-Verpackungsverordnung hält weiter an. Wir berichten, wie Hersteller und Entsorger sich dazu positionieren. Darüber hinaus thematisieren wir im Wirtschaftsteil die Herausforderungen für die dualen Systeme, die Vorbereitung des Fachverbands Matratzen auf eine erweiterte Herstellerverantwortung und mehrere Übernahmen: Unter anderem hat die Enercity-Tochter Danpower zwei Müllverbrennungsanlagen erworben, Remex expandiert in Singapur und Rethmann will seine Beteiligung an dem Verkehrsunternehmen Transdev ausbauen und Haupteigner werden.
Auf den Marktseiten beleuchten wir, wie das Stahlschrottjahr 2024 bei schwacher Inlandsnachfrage zu Ende gegangen ist und schauen auf Deutschlands Import- und Exportzahlen. Im Markt für Standardkunststoffe gab es zuletzt wenig Bewegung, und wir erklären, weshalb die deutschen Altpapierexporte auf ein neues Rekordtief zusteuern.
Im Politikteil berichten wir über die jüngsten Debatten im EU-Umweltrat: Nach wie vor umstritten bleibt der Mindestrezyklatgehalt für Kunststoffteile in Autos, und mehrere Mitgliedstaaten der Union haben sich gegen Trittbrettfahrer im Online-Handel ausgesprochen, die Produkte mit erweiterter Herstellerverantwortung anbieten. In weiteren Artikeln befassen wir uns mit dem Gesetzentwurf zur Lachgasproblematik, der von Umweltministern und dem VKU begrüßt wird, sowie mit dem gesunkenen deutschen Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen.
Die internationalen Seiten starten wir mit einem Überblick über den Stand des Batterierecyclings in Europa und zum Entwicklungsbedarf, den eine Studie für die kommenden Jahre sieht. Außerdem beschäftigen wir uns mit der zweiten Mahnung der Europäischen Kommission an Griechenland, Zypern und Bulgarien wegen Verstößen gegen das Abfallrecht sowie mit Englands Kehrtwende bei der Getrenntsammlung von Haushaltsmüll: Altpapier soll dort nun doch als Monofraktion erfasst werden.
Im Bereich Forschung und Praxis stellen wir Projekte zur Gewinnung von Metallen und Baustoffen aus Bergbauschlämmen, zur Entwicklung eines digitalen Batteriepasses und zur Verbesserung des mechanischen Kunststoffrecyclings vor.



































































