|  

Stahlschrottpreise geben erneut leicht nach

Die Stahlschrottpreise haben erneut nachgegeben.
Die Stahlschrottpreise haben erneut nachgegeben.
19.05.2017 − 

Nach dem leichten Rückgang im April haben die Stahlschrottpreise auf dem deutschen Markt auch im Mai erneut geringfügig nachgegeben.

Durch die weiterhin gute Nachfrage der integrierten Stahlwerke werden für Neuschrotte größtenteils unveränderte, teilweise leicht reduzierte Preise genannt. Da Erz und Kokoskohle billiger geworden sind, rechnet man auf Seiten des Handels spätestens im nächsten Quartal aber mit einem geringeren Neuschrott-Zukauf bzw. reduzierten Preisen.

Im Gegensatz zu den integrierten Stahlwerken ist die Lage der Betonstahlhersteller etwas angespannt. Weil den Werken in Spanien und Italien die Absatzmärkte in Algerien weggebrochen sind, suchen sie ihr Heil jetzt in Nordeuropa und setzen die hiesigen Elektrostahlwerke unter Druck.

Probleme mit dem Inlandsabsatz in der Türkei

Die Türken hätten dagegen Probleme mit dem Inlandsabsatz und versuchten daher, mehr Stahl nach Europa zu exportieren. Die türkische Wirtschaft sei auf dem absteigenden Ast, wird gesagt. Die Werke dort kauften nur in gedämpftem Umfang Altschrott ein und böten Preise unterhalb des deutschen Inlandsniveaus, so ein Händler. Von einem anderen Marktteilnehmer wurde dagegen für Mai von einer normalen Schrottnachfrage der Türkei berichtet, für die kommenden Wochen wird aufgrund des bevorstehenden Ramadans aber mit geringeren Ordermengen gerechnet.

Der Schrottexport im Tiefseegeschäft werde außerdem durch den schwachen Dollar gedämpft. Nach Italien stockte der Export im Mai, da die Werke sowohl bei Neu- als auch bei Altschrott Abschläge von 10 € forderten, dem sich die Händler widersetzten

Das Neuschrottaufkommen bewegt sich unverändert auf einem hohen Niveau. Die Konjunktur brumme und es würden Sonderschichten gefahren, so eine Begründung. Zum Altschrottaufkommen gibt es unterschiedliche Aussagen. Teilsweise verzeichnet der Handel ein etwas geringeres Aufkommen und sieht das niedrige Preisniveau als Ursache. Dagegen wird im Norden aufgrund des vermehrten Abrisses von Windkraftanlagen von einem guten Entfall von Alt- und Abbruchschrott berichtet.

Der vollständige Bericht über den Stahlschrottmarkt in Deutschland inklusive der Preisangaben lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 21/2017. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle auch online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

Noch kein Premium-Abonnent? Bestandskunden können derzeit zum Sonderpreis auf unser Premium-Angebot upgraden.

EUWID Recycling und Entsorgung erscheint jeden Mittwoch als Printausgabe. Premium-Abonnenten können die aktuelle Ausgabe bereits ab Dienstag 14.00 Uhr als E-Paper lesen. 

Unsere Marktberichte stehen unseren Premium-Abonnenten frühzeitig online zur Verfügung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Alttextilmarkt: Liquidität ist das Problem schlechthin

Altkunststoffexporte nach Fernost brechen ein  − vor