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Stahlschrottpreise den dritten Monat in Folge gefallen


Quelle: Günther Richter (pixelio.de)
20.06.2017 − 

Die Stahlschrottpreise auf dem deutschen Markt stehen weiter unter Druck. Die Preisrückgänge variierten im Juni von Werk zu Werk und von Sorte zu Sorte. Vor allem bei Altschrott mussten nochmals Abschläge akzeptiert werden, so eine aktuelle Marktumfrage.

Der Absatz von Stahlträgern und Betonstahl durch die Stahlwerke verläuft weiterhin schleppend und die erzielten Preise decken Marktteilnehmern zufolge noch nicht einmal die Kosten. Schrottmengen würden nicht so aufgerufen, wie man sich das wünsche, sagte ein Händler. Die Werke würden ihre Käufe auf Juli verschieben, um so den Markt zu drücken. Hinzu kommt die Ferienzeit, die zum Ende der Woche bereits in einigen Bundesländern beginnt und mit Werksstillständen verbunden sein wird.

Gleichzeitig werden angesichts der gefallenen Schrottpreise bereits Mengen zurückgehalten. Das Aufkommen entwickelte sich zuletzt regional sehr unterschiedlich, wobei die Feiertage im Mai und Juni vielerorts ihre Spuren hinterlassen haben. Insgesamt steht einer etwas verminderten Nachfrage ein leicht geringeres Aufkommen gegenüber. Insgesamt gilt der Markt als ausgeglichen.

Allerdings zeigt der Schrottexport aus Deutschland in die Türkei nicht zuletzt aufgrund des starken Euro Schwächen. Gleichzeitig hat Algerien die erwartete Importlizenz für Träger und Betonstahl nicht erteilt, sodass in den italienischen Häfen gelagertes Material inzwischen wieder auf den Inlandsmarkt zurückfließen soll. Wie es heißt, gibt es bei italienischen Werken Pläne, im Sommer die Produktion länger als üblich ruhen zu lassen, mit Auswirkungen auf die Schrottexporte aus Süddeutschland.

Der vollständige Bericht über den Stahlschrottmarkt in Deutschland inklusive der Preisangaben lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 25/2017. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle auch online zur Verfügung:

EUWID-Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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