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EEW baut MVA Danzig für 100 Mio €

17.07.2017 − 

Der Müllverbrenner EEW hat den Zuschlag für den Bau und Betrieb einer thermischen Abfallbehandlungsanlage im polnischen Danzig erhalten. Im EU-weiten Ausschreibungsverfahren des kommunalen Auftraggebers ZUT setzte sich die Projektgesellschaft Itpok Gdansk in der letzten Runde gegen den letzten noch verbliebenen Konkurrenten – ein Konsortium bestehend aus dem italienischen Baukonzern Astaldi und dem französischen Müllverbrenner Tiru, einer Tochter des Energiekonzerns EdF – durch. Itpok Gdansk wiederum ist eine 85-prozentige Tochtergesellschaft der EEW Energy from Waste Polska. Die übrigen 15 Prozent gehören der Investmentgesellschaft LHI.

Das Angebot von EEW sieht rund 100 Mio € für den Bau und die Konstruktion der Anlage vor. Die jährlichen Betriebskosten wurden mit etwa sieben Mio € veranschlagt.

Die unterlegenen Bieter haben allerdings noch die Möglichkeit, gegen die Vergabeentscheidung vorzugehen, erklärte die ZUT. Daher sei es schwer zu sagen, wann die Vertragsunterzeichnung erfolgen könne. EEW geht davon aus, dass vorbehaltlich eines möglichen Einspruchs, der Vertrag bis Jahresende unterzeichnet wird.

„Für uns bedeutet die Vergabeentscheidung den Eintritt in den polnischen Markt. Unsere polnischen Partner hingegen können sich auf eine professionelle Abwicklung des Projektes und hervorragende Dienstleistungen verlassen“, erklärte Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung von EEW.

Die jährliche Verbrennungskapazität der MVA in Danzig soll bei 160.000 Tonnen Abfall bei einem Heizwert von rund elf Megajoule pro Kilogramm liegen. Nach dem Bau der Anlage wird EEW Polska die einlinige Rostfeuerungsanlage für den kommunalen Abfallbetrieb ZUT 25 Jahre lang betreiben.

Die Stadt Danzig hofft bei dem Projekt zudem noch auf EU-Mittel, mit denen bis zu 68 Prozent der Gesamtinvestitionen gefördert werden könnten. Die Entscheidung hierüber soll in den kommenden Monaten fallen – die Mittel könnten dann im kommenden Jahr fließen. Der Bau der Verbrennungsanlage ist für die Jahre 2019 und 2020 geplant.

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