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Apple will künftig nur noch Recyclingmaterialien einsetzen


Recyclingroboter Liam (Quelle: Apple)
21.04.2017 − 

Apple will Kreisläufe schließen und künftig bei der Produktion seiner Geräte nur noch auf Recyclingmaterialien und „erneuerbare Ressourcen“ zurückgreifen. Damit soll die Abhängigkeit von der Primärrohstoffförderung „eines Tages“ gänzlich Geschichte sein. Dieses „ehrgeizige“ Ziel erfordere eine langjährige und enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Apple-Abteilungen, Zulieferern und Recyclingbetrieben, erklärt der kalifornische Elektronikkonzern in seinem aktuellen Umweltbericht. Einen konkreten Zeitplan für die Erreichung dieses Ziels nannte Apple aber nicht.

Einen ersten Schritt zur Schließung der Kreisläufe sieht Apple die Rücknahme von eigenen Altgeräten in seinen Läden. Darüber hinaus entwickelt der Konzern auch Recyclingtechnologien. Ein Beispiel dafür ist der letztes Jahr in Betrieb genommene Recyclingroboter Liam, mit dem Apple an zwei Standorten bis zu 2,4 Mio entsorgter iPhones pro Jahr auseinandernehmen kann.

Apple will sich dabei zunächst auf Aluminium, Zinn und Kobalt konzentrieren. Analysen von Risikoprofilen für einzelne Materialien in Kombination mit den unternehmensspezifischen Bedürfnissen hätten für diese Metalle einen besonderen Handlungsbedarf aufgezeigt, so der Konzern.

Bei der Versorgung mit Sekundäraluminium will sich Apple vor allem auf die eigenen Altgeräte konzentrieren. Aufgrund der hohen Qualität des in den Produkten verbauten Aluminiums stellten diese die beste Quelle für das benötigte Recyclingaluminium dar. Es müsse unbedingt vermieden werden, dass die entsorgten Apple-Geräte mit anderen Abfallströmen vermischt werden, da sonst die hohe Qualität des Metalls verloren gehe.

Einen ausführlichen Bericht über die Apple-Pläne zur Schleißung der Materialkreisläufe sowie aktuelle Zahlen zum Aufkommen und der Verwertung der beim Elektronikkonzern anfallenden Abfälle lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 17/2017.

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