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Weltweite Rohstahlproduktion sinkt 2015 um knapp drei Prozent

26.01.2016 − 

Im Jahr 2015 wurde weltweit knapp drei Prozent weniger Rohstahl erzeugt als im Vorjahr. Laut vorläufigen Zahlen der World Steel Association (Worldsteel) belief sich der globale Output der Stahlwerke auf rund 1,6 Mrd Tonnen Rohstahl, verglichen mit 1,7 Mrd Tonnen in 2014. Die Stahlerzeugungskapazitäten in den 66 an Worldsteel berichtenden Ländern waren durchschnittlich lediglich zu 69,7 Prozent (Vorjahr: 73,4 Prozent) ausgelastet.

Dabei ist ein Ende des Abwärtstrends noch nicht erkennbar. Im jüngsten Berichtsmonat Dezember 2015 sank der Auslastungsgrad der Stahlwerke den dritten Monat in Folge und markierte mit 64,6 Prozent einen neuen Tiefpunkt.

Mit 803,8 Mio Tonnen kam auch 2015 etwa die Hälfte des weltweit insgesamt erzeugten Rohstahls aus China. Nach einem Jahrzehnt kontinuierlichen Wachstums musste die Volksrepublik aber erstmals einen Rückgang der Erzeugungsmenge um 2,3 Prozent vermelden. Auch in Japan (minus 5,0 Prozent), Südkorea (minus 2,6 Prozent) und Taiwan (minus 7,1 Prozent) wurde der Output gedrosselt. Indiens Rohstahlproduktion legte gegen den Trend um 2,6 Prozent zu.

Die 28 EU-Staaten stellten den Angaben zufolge 2015 insgesamt 166,2 Mio Tonnen Rohstahl her, was einem leichten Rückgang um 1,8 Prozent entspricht. Am stärksten reduzierte sich der Rohstahlausstoß des Vereinigten Königreiches (minus 10,4 Prozent). Frankreich und Italien verzeichneten Rückgänge von jeweils rund sieben Prozent. Auch Deutschland produzierte mit 42,7 Mio Tonnen geringfügig (minus 0,6 Prozent) weniger Rohstahl als im Vorjahr. Für das aktuelle Jahr 2016 prognostiziert die Wirtschaftsvereinigung Stahl einen weiteren Rückgang der Erzeugungsmenge um knapp drei Prozent auf 41,5 Mio Jahrestonnen.

Unter den weltweit 20 größten Stahlproduzenten verzeichnete die Ukraine 2015 die größten Produktionseinbußen: Mit 22,9 Mio Jahrestonnen blieb der Output fast 16 Prozent unter dem Vorjahreswert zurück. Auch die USA verzeichnete einen Rückgang im zweistelligen Prozentbereich (minus 10,5 Prozent) auf 78,9 Mio Tonnen, wogegen Russland die Produktionsmenge mit 71,1 annähernd konstant hielt (Vorjahr: 71,5 Mio t).

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